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	<title>Stadtwiki Fürstenwalde - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_der_Industrialisierung_Ketschendorfs&amp;diff=470</id>
		<title>Geschichte der der Industrialisierung Ketschendorfs</title>
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		<updated>2024-01-29T12:59:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Industieentwicklung Ketschendorfs===&lt;br /&gt;
Die Entwicklung Ketschendorfs begann mit der Industrialisierung. Als zeitgeschichtlich bedeutendes Ereignis muss die Errichtung des ersten Ringofens durch den Fürstenwalder Maurermeister Carl Arnold im Jahr 1839 angesehen werden. Der Ringofen befand sich unmittelbar östlich des damaligen Spreeübergangs. Durch sein neuartiges Funktionsprinzip konnten Ziegel in gleichbleibender Qualität und in großen Mengen hergestellt werden. Der Ringofen existierte bis zum Jahr 1913 als er dem Neubau der Schleuse Fürstenwalde weichen musste.[3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ketschendorf sind weiter die Viktoria-Ofenkachelfabrik, die Nora-Schreibmaschinenwerke, eine Büromöbel- und eine Kunstlederfabrik sowie einige Ziegeleien und Werften belegt. Wichtigste Betriebe waren die Treibriemenfabrik Adolf Schwarz &amp;amp; Co (ASUCO) und das Werk der Deutschen Kabelwerke (DEKA). DEKA begann 1940 mit der Reifenproduktion und begründete damit eine bis heute bestehende Produktionstradition. Die Reifenfertigung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt, Ende der Sechziger Jahre wurden die Reifenwerke der DDR im Reifenkombinat Fürstenwalde mit der Marke Pneumant vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Industriebetrieben stieg auch der Wohnraumbedarf und die Gemeinde wuchs. Dabei wurden vor allem die nordwestlichen und nördlichen Bereiche in Richtung Spree und zu den Gemeindegrenzen mit Rauen und Fürstenwalde besiedelt, während die Industriebetriebe vornehmlich im Nordosten verortet sind. Die Chausseestraße sticht mit ihrer relativ dichten und hohen Bebauung von den ansonsten größtenteils mit Einfamilienhäusern bebauten Bereichen heraus. 1911 bekam Ketschendorf einen Haltepunkt an der neugebauten Kreisbahn Fürstenwalde–Beeskow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tankstelle an der Autobahnabfahrt war ein Mustertyp und bis 1995 in BetriebFür die Beschäftigten der Kabelwerke entstand Anfang der 1920er Jahre eine kleine Siedlung in der Nähe des Bahnhofs. In den 1930er Jahren wurde durch das Gemeindegebiet im südlichen Bereich eine Autobahn gebaut (heute A 12). In Ketschendorf wurde die Autobahnabfahrt „Fürstenwalde“ (heute Fürstenwalde West) angelegt, was eine zusätzliche Belebung des Ortes bewirkte. An der Abfahrt wurde eine Typen-Tankstelle gebaut, die heute die letzte ihrer Art in Deutschland ist und unter Denkmalschutz steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des Nationalsozialismus bestand ein Außenlager des KZ Sachsenhausen an der Alten Petersdorfer Straße. Das Außenlager wurde hauptsächlich für den Bau des Wehrmachtsbunkers &amp;quot;Fuchsbau&amp;quot; errichtet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bunkermuseum-fuchsbau.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.nva-fuchsbau.de/zur-geschichte-der-bunkeranlage&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bunker-fuchsbau.de/KZ-Aussenlager.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der DEKA Siedlung in Ketschendorf das Speziallager Nr. 5 als sowjetisches Sonderlager errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge einer Reihe von Verwaltungsänderungen in der jungen DDR wurde Ketschendorf am 1. Juli 1950 nach Fürstenwalde eingemeindet. Zusammen mit den Fürstenwalder Teilen südlich der Spree bildet es seitdem den neuen Stadtteil Fürstenwalde-Süd.1937 - 1943&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Von der DEKA Pneumatik GmbH über das Reifenkombinat zu Goodyear==&lt;br /&gt;
===Ein Vorwort===&lt;br /&gt;
Für das Verständnis des Lesers sind einige Erklärungen und politische Einordnungen erfor-derlich.&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Reifenwerkes erstreckt sich über fast ein Jahrhundert und somit über sehr unterschiedliche politische und gesellschaftliche Epochen.&lt;br /&gt;
Die vorgefundenen und verwendeten Quellen für die folgenden Ausführungen sind natürlich zum Teil aus diesen Epochen und sind damit durch die jeweilige Ideologie und das jeweilige geschichtliche Umfeld geprägt. Die Zeiträume von 1922 bis 1945 - also aus der Weimarer Republik bis in den Nationalsozialismus haben ideologisch eine völlig andere Prägung als die Zeit von nach 1945 bis 1989 – also der Zeit der Sowjetischen Besatzung, der Gründung der DDR und der Herrschaft der SED. &lt;br /&gt;
Die Zeiten von 1922 bis 1933 und die Zeit von 1989 bis heute kann man weitestgehend als ideologiefrei betrachten. Hier herrschten betriebswirtschaftliche Gründe und rein wirtschaftli-che Rahmenbedingungen vor. &lt;br /&gt;
Völlig anders ist die Geschichtsschreibung der Zeit von 1945 bis 1889 zu bewerten. In den zur Verfügung stehenden Quellen nimmt die sozialistisch/kommunistisch geprägte Betrach-tung der Werksgeschichte einen großen Raum ein. Die Geschichtsschreibung wird durch den „heroischen Kampf der Arbeiterklasse unter der Führung der Sozialistischen Einheitspar-tei Deutschlands (SED)“ gegen den Klassenfeind geprägt. Fast alle großen Erfolge werden als Erfolge der Überlegenheit der sozialistischen Arbeiterklasse deklariert und in der Ge-schichtsschreibung auch so übermittelt.&lt;br /&gt;
Dass dieser Teil der Belegschaft nur ein kleiner Teil war, dass tausende Beschäftigte des Werkes und später des Kombinates einfach „nur“ einen guten und engagierten Job machten, Ihr Wissen und ihr Können kreativ und konstruktiv anwendeten, ganz ohne ideologische Ver-brämung, als Arbeiter, Facharbeiter, Ingenieure und Führungskräfte (immer auch **innen), soll hier an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Sie trugen damit zu der tatsächlich sehr be-merkenswerten Entwicklung dieses Werkes - oft entgegen oder trotz großer Probleme der planwirtschaftlichen Ausrichtung der DDR Wirtschaft, maßgeblich bei und waren der eigentli-che Motor der Werksgeschichte.&lt;br /&gt;
Die nachstehenden Ausführungen sind also gekennzeichnet durch den Willen, die Entwick-lung eines sehr bedeutenden Werkes über die Epochen hinweg aus den Augen von Histori-kern zu beschreiben und dabei ideologisch Aspekte weitestgehend außen vor zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es vorgesehen ist, diese umfangreichen Recherchen anlässlich des 80 jährigen Bestehens des Werkes am Standort Tränkeweg im September 2020 als Buch zu veröffentlichen, folgen hier auf der Wiki Plattform nur noch die wichtigsten Gliederungspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge in Berlin und Ketschendorf===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Neustart und der Befehl Nr. 84===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der mühsame Weg zum ersten Nachkriegsreifen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Reifenwerk wird „volkseigen“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Beginn der Planwirtschaft mit dem ersten Fünfjahrplan===&lt;br /&gt;
===Kultur und Sport als Bestandteil des Planes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Produktion, Ideologie und Konflikte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Reifenwerk und der Siebenjahrplan - politische und wirtschaftliche Bedeutung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steigender Bedarf an Reifen in der DDR erfordert umfangreiche Investitionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der 13. August 1961 und das Produktionsaufgebot===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 1970er Jahre – Größere Aufgaben, wichtige Entscheidungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere wichtige Ereignisse und Investitionen im Verlaufe der 1970er Jahre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das letzte Jahrzehnt Reifenwerk in der DDR (1980 bis 1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die größte und letzte Investitionsmaßnahme in der DDR Geschichte des Reifenwerkes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausländische Vertragsarbeiter===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Ende der DDR===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Übergang des Reifenwerkes in die Marktwirtschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ära Goodyear – In ruhigem Fahrwasser aber nie sicher===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Begriffs- und Abkürzungserklärungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenverzeichnis===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Personen, die sich erinnerten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bildnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Museum Fürstenwalde 2020, Profilspuren, 80 Jahre Reifenwerk Fürstenwalde, Hans-Jürgen Woldt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1918-1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1933-1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1949-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1990-heute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_der_Industrialisierung_Ketschendorfs&amp;diff=469</id>
		<title>Geschichte der der Industrialisierung Ketschendorfs</title>
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		<updated>2024-01-29T12:31:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Industieentwicklung Ketschendorfs===&lt;br /&gt;
Die Entwicklung Ketschendorfs begann mit der Industrialisierung. Als zeitgeschichtlich bedeutendes Ereignis muss die Errichtung des ersten Ringofens durch den Fürstenwalder Maurermeister Carl Arnold im Jahr 1839 angesehen werden. Der Ringofen befand sich unmittelbar östlich des damaligen Spreeübergangs. Durch sein neuartiges Funktionsprinzip konnten Ziegel in gleichbleibender Qualität und in großen Mengen hergestellt werden. Der Ringofen existierte bis zum Jahr 1913 als er dem Neubau der Schleuse Fürstenwalde weichen musste.[3]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ketschendorf sind weiter die Viktoria-Ofenkachelfabrik, die Nora-Schreibmaschinenwerke, eine Büromöbel- und eine Kunstlederfabrik sowie einige Ziegeleien und Werften belegt. Wichtigste Betriebe waren die Treibriemenfabrik Adolf Schwarz &amp;amp; Co (ASUCO) und das Werk der Deutschen Kabelwerke (DEKA). DEKA begann 1940 mit der Reifenproduktion und begründete damit eine bis heute bestehende Produktionstradition. Die Reifenfertigung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt, Ende der Sechziger Jahre wurden die Reifenwerke der DDR im Reifenkombinat Fürstenwalde mit der Marke Pneumant vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Industriebetrieben stieg auch der Wohnraumbedarf und die Gemeinde wuchs. Dabei wurden vor allem die nordwestlichen und nördlichen Bereiche in Richtung Spree und zu den Gemeindegrenzen mit Rauen und Fürstenwalde besiedelt, während die Industriebetriebe vornehmlich im Nordosten verortet sind. Die Chausseestraße sticht mit ihrer relativ dichten und hohen Bebauung von den ansonsten größtenteils mit Einfamilienhäusern bebauten Bereichen heraus. 1911 bekam Ketschendorf einen Haltepunkt an der neugebauten Kreisbahn Fürstenwalde–Beeskow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tankstelle an der Autobahnabfahrt war ein Mustertyp und bis 1995 in BetriebFür die Beschäftigten der Kabelwerke entstand Anfang der 1920er Jahre eine kleine Siedlung in der Nähe des Bahnhofs. In den 1930er Jahren wurde durch das Gemeindegebiet im südlichen Bereich eine Autobahn gebaut (heute A 12). In Ketschendorf wurde die Autobahnabfahrt „Fürstenwalde“ (heute Fürstenwalde West) angelegt, was eine zusätzliche Belebung des Ortes bewirkte. An der Abfahrt wurde eine Typen-Tankstelle gebaut, die heute die letzte ihrer Art in Deutschland ist und unter Denkmalschutz steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des Nationalsozialismus bestand ein Außenlager des KZ Sachsenhausen an der Alten Petersdorfer Straße. Das Außenlager wurde hauptsächlich für den Bau des Wehrmachtsbunkers &amp;quot;Fuchsbau&amp;quot; errichtet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bunkermuseum-fuchsbau.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bunker-fuchsbau.de/KZ-Aussenlager.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der DEKA Siedlung in Ketschendorf das Speziallager Nr. 5 als sowjetisches Sonderlager errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge einer Reihe von Verwaltungsänderungen in der jungen DDR wurde Ketschendorf am 1. Juli 1950 nach Fürstenwalde eingemeindet. Zusammen mit den Fürstenwalder Teilen südlich der Spree bildet es seitdem den neuen Stadtteil Fürstenwalde-Süd.1937 - 1943&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Von der DEKA Pneumatik GmbH über das Reifenkombinat zu Goodyear==&lt;br /&gt;
===Ein Vorwort===&lt;br /&gt;
Für das Verständnis des Lesers sind einige Erklärungen und politische Einordnungen erfor-derlich.&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Reifenwerkes erstreckt sich über fast ein Jahrhundert und somit über sehr unterschiedliche politische und gesellschaftliche Epochen.&lt;br /&gt;
Die vorgefundenen und verwendeten Quellen für die folgenden Ausführungen sind natürlich zum Teil aus diesen Epochen und sind damit durch die jeweilige Ideologie und das jeweilige geschichtliche Umfeld geprägt. Die Zeiträume von 1922 bis 1945 - also aus der Weimarer Republik bis in den Nationalsozialismus haben ideologisch eine völlig andere Prägung als die Zeit von nach 1945 bis 1989 – also der Zeit der Sowjetischen Besatzung, der Gründung der DDR und der Herrschaft der SED. &lt;br /&gt;
Die Zeiten von 1922 bis 1933 und die Zeit von 1989 bis heute kann man weitestgehend als ideologiefrei betrachten. Hier herrschten betriebswirtschaftliche Gründe und rein wirtschaftli-che Rahmenbedingungen vor. &lt;br /&gt;
Völlig anders ist die Geschichtsschreibung der Zeit von 1945 bis 1889 zu bewerten. In den zur Verfügung stehenden Quellen nimmt die sozialistisch/kommunistisch geprägte Betrach-tung der Werksgeschichte einen großen Raum ein. Die Geschichtsschreibung wird durch den „heroischen Kampf der Arbeiterklasse unter der Führung der Sozialistischen Einheitspar-tei Deutschlands (SED)“ gegen den Klassenfeind geprägt. Fast alle großen Erfolge werden als Erfolge der Überlegenheit der sozialistischen Arbeiterklasse deklariert und in der Ge-schichtsschreibung auch so übermittelt.&lt;br /&gt;
Dass dieser Teil der Belegschaft nur ein kleiner Teil war, dass tausende Beschäftigte des Werkes und später des Kombinates einfach „nur“ einen guten und engagierten Job machten, Ihr Wissen und ihr Können kreativ und konstruktiv anwendeten, ganz ohne ideologische Ver-brämung, als Arbeiter, Facharbeiter, Ingenieure und Führungskräfte (immer auch **innen), soll hier an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Sie trugen damit zu der tatsächlich sehr be-merkenswerten Entwicklung dieses Werkes - oft entgegen oder trotz großer Probleme der planwirtschaftlichen Ausrichtung der DDR Wirtschaft, maßgeblich bei und waren der eigentli-che Motor der Werksgeschichte.&lt;br /&gt;
Die nachstehenden Ausführungen sind also gekennzeichnet durch den Willen, die Entwick-lung eines sehr bedeutenden Werkes über die Epochen hinweg aus den Augen von Histori-kern zu beschreiben und dabei ideologisch Aspekte weitestgehend außen vor zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es vorgesehen ist, diese umfangreichen Recherchen anlässlich des 80 jährigen Bestehens des Werkes am Standort Tränkeweg im September 2020 als Buch zu veröffentlichen, folgen hier auf der Wiki Plattform nur noch die wichtigsten Gliederungspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge in Berlin und Ketschendorf===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Neustart und der Befehl Nr. 84===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der mühsame Weg zum ersten Nachkriegsreifen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Reifenwerk wird „volkseigen“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Beginn der Planwirtschaft mit dem ersten Fünfjahrplan===&lt;br /&gt;
===Kultur und Sport als Bestandteil des Planes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Produktion, Ideologie und Konflikte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Reifenwerk und der Siebenjahrplan - politische und wirtschaftliche Bedeutung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steigender Bedarf an Reifen in der DDR erfordert umfangreiche Investitionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der 13. August 1961 und das Produktionsaufgebot===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 1970er Jahre – Größere Aufgaben, wichtige Entscheidungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere wichtige Ereignisse und Investitionen im Verlaufe der 1970er Jahre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das letzte Jahrzehnt Reifenwerk in der DDR (1980 bis 1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die größte und letzte Investitionsmaßnahme in der DDR Geschichte des Reifenwerkes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausländische Vertragsarbeiter===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Ende der DDR===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Übergang des Reifenwerkes in die Marktwirtschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ära Goodyear – In ruhigem Fahrwasser aber nie sicher===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Begriffs- und Abkürzungserklärungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenverzeichnis===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Personen, die sich erinnerten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bildnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Museum Fürstenwalde 2020, Profilspuren, 80 Jahre Reifenwerk Fürstenwalde, Hans-Jürgen Woldt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1918-1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1933-1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1949-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1990-heute]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Milit%C3%A4rgeschichte_der_Stadt&amp;diff=468</id>
		<title>Kategorie:Militärgeschichte der Stadt</title>
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		<updated>2021-10-14T19:59:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: Die Seite wurde neu angelegt: „== Das 1. Pionier-Bataillon für Eisenbahn und schweren Brückenbau in Fürstenwalde Gartenstr. ==“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das 1. Pionier-Bataillon für Eisenbahn und schweren Brückenbau in Fürstenwalde Gartenstr. ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=467</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2021-10-14T19:56:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: /* Kategorien im Fürstenwalder Stadt-Wiki */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Das Stadtwiki für Fürstenwalde=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte umfassende Chronik der Stadt Fürstenwalde endet 1837&lt;br /&gt;
(&amp;quot;[https://books.google.de/books?id=dZYUHAAACAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Diplomatischen Chronik der Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe - Fürstenwalde&amp;quot;] von Dr. G. F. G. Golz aus dem Jahre 1837) &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie wurde noch einmal ergänzt in der&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geschichte der Stadt Fürstenwalde / Spree. Unter Benutzung der Chronik von Dr. Goltz und anderer Quellen. Mit einem Front-Porträt des Verfassers&amp;quot; von Emil Unger aus dem Jahr 1932&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit steht dem Bürger der Stadt und den Besuchern kein zusammenfassendes Werk über die überaus interessante Geschichte der Stadt zur Verfügung. Zudem fehlt ein Abriss der Stadtentwicklung nach 1932.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, die vorhandenen Chroniken inhaltlich und stilistisch in eine heute adäquate Form zu übersetzen und durch den Zeitraum nach 1932 zu ergänzen. Dabei sollen möglichst viele Fürstenwalder einbezogen werden. Eine Cronik von Fürstenwaldern für Fürstenwalder und ihre Gäste gewissermaßen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben werden soll die Chronik anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Fürstenwalde im Jahr 2022 in Buchform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu sind:&lt;br /&gt;
* die vorhandenen Chroniken zu digitalisieren&lt;br /&gt;
* digital zu ergänzen&lt;br /&gt;
* grafisch zu gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektteilnehmer ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Ansprechpartner]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kannst Du mitwirken?==&lt;br /&gt;
* Du kannst Dich dauerhaft einer Arbeitsgruppe anschließen und einen Benutzerzugang zum Projekt bekommen. Dazu setzt Du Dich am besten mit dem Arbeitsgruppenleiter in Verbindung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst zu jedem Thema einen Beitrag schreiben und diesen per E-Mail an den Arbeitsgruppenleiter oder an die Projektleitung senden (Regeln beachten)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst uns interessante Materialien zur Verfügung stellen oder Gesprächspartner benennen, die uns Geschichten zu bestimmten Themen erzählen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst uns auch Begebenheiten, Ereignisse oder Vorgänge aus allen Themenbereichen mitteilen, von denen Du meinst, dass sie unbedingt in der Chronik der Stadt erwähnt werden müssen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anleitungen zur Arbeit mit der Wikisoftware:&lt;br /&gt;
** [https://m.mediawiki.org/wiki/Help:Contents/de Hilfeseiten des Mediawiki Projektes]&lt;br /&gt;
** [https://youtu.be/CMKOoPPpFyo ein Videotutorial auf Youtube]&lt;br /&gt;
** [https://www.heise.de/download/product/wiki-handbuch-53722?hg=1&amp;amp;hgi=0&amp;amp;hgf=false ein Handbuch als PDF Download bei www.heise.de]&lt;br /&gt;
** [https://www.facebook.com/FueWaWiki/ unsere Facebookseite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regeln für die Arbeit am Füwa-Wiki ==&lt;br /&gt;
#Die in die Plattform eingestellten Beiträge kann jeder einsehen;&lt;br /&gt;
#Jeder (individuelle Beiträge, Gruppenbeiträge, Schülerarbeiten etc.) hat die Möglichkeit mitzuarbeiten;&lt;br /&gt;
#Die Rechte und Zugangsmöglichkeiten zum Einstellen von Beiträgen erteilen die Arbeitsgruppenleiter;&lt;br /&gt;
#Die Arbeitsgruppenleiter haben das Recht, Aufträge für die Recherche an Interessenten auch außerhalb des Vereins zu vergeben;&lt;br /&gt;
#Was in welcher Form in der gedruckten Fassung der Chronik veröffentlicht wird, entscheidet ausschließlich das Redaktionskollegium;&lt;br /&gt;
#Zwischenergebnisse, besonders interessante neue Erkenntnisse und andere Forschungsergebnisse werden regelmäßig auf den monatlich stattfindenden Zusammenkünften des #Vereins für Heimatgeschichte und Heimatkunde Fürstenwalde /Spree vorgestellt und diskutiert. Diese Veranstaltungen sind öffentlich und werden thematisch angekündigt; &lt;br /&gt;
#Jeder Beitrag muss als solcher erkennbar, zuordenbar und hinreichend belegt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kategorien im Fürstenwalder Stadt-Wiki =&lt;br /&gt;
*[[:Category:Dokumentationen|Dokumentationen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Schulgeschichte der Stadt|Schulgeschichte der Stadt]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Fürstenwalder Stadtforst|Fürstenwalder Stadtforst]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Militärgeschichte der Stadt|Militärgeschichte der Stadt]]&lt;br /&gt;
**Geschichte der Stadtteile&lt;br /&gt;
***[[Ketschendorf]]&lt;br /&gt;
****[[:Category:Reifenwerksiedlung|Reifenwerksiedlung]]&lt;br /&gt;
***[[Trebus]]&lt;br /&gt;
***[[Molkenberg]]&lt;br /&gt;
***[[Rauensche Ziegelei]]&lt;br /&gt;
***[[Fürstenwalde West]] (Hangelsberg)&lt;br /&gt;
**Geschichte der Wirtschaft&lt;br /&gt;
**[[:Category:Persönlichkeiten der Stadt|Persönlichkeiten der Stadt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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***[[:Category:Frühere Ehrenbürger der Stadt|Frühere Ehrenbürger der Stadt]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Geliebte und ungeliebte Töchter und Söhne der Stadt Fürstenwalde/Spree|Geliebte und ungeliebte Töchter und Söhne der Stadt Fürstenwalde/Spree]]&lt;br /&gt;
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***[[:Category:Bürgermeister der Stadt|Bürgermeister der Stadt]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung|Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Geschichte des Heimattiergartens|Geschichte des Heimattiergartens]]&lt;br /&gt;
**Kunst-, Kultur- und Sportgeschichte&lt;br /&gt;
**[[:Category:Geschichte der Jüdischen Gemeinde|Geschichte der Jüdischen Gemeinde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Zeittafeln|Zeittafeln]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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**[[:Category:Sportstätten|Sportstätten]]&lt;br /&gt;
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**Mittelschulen Fürstenwalde&lt;br /&gt;
**[[:Category:Polytechnische Oberschulen|Polytechnische Oberschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Höhere Schulen|Höhere Schulen]]&lt;br /&gt;
**Bürgerschulen&lt;br /&gt;
**[[:Category:Grundschulen|Grundschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Oberschulen|Oberschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Berufsschulen|Berufsschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Förderschulen|Förderschulen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Personen|Personen]]&lt;br /&gt;
*Vereine&lt;br /&gt;
*Unternehmen&lt;br /&gt;
*Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier die alten Einträge, die nun neu eingeordnet werden'''&lt;br /&gt;
*Hauptkategorie übergreifende Spezialthemen mit jeweils gleicher Gliederung wie Teil 1&lt;br /&gt;
**Ost-West Handelsweg Spree [[:Kategorie:Ost-West Handelsweg Spree]]&lt;br /&gt;
**Straßenverzeichnis Fürstenwalde [[:Kategorie:Straßenverzeichnis Fürstenwalde]] ----- identisch mit der neuen Kategorie Straßen&lt;br /&gt;
**Episoden aus Fürstenwalde [[:Kategorie:Fürstenwalder Episoden]]   ------------- neue Kategorie &amp;quot;Dokumentationen&amp;quot;&lt;br /&gt;
**Allgemeine Informationen [[:Kategorie:Allgemeine Informationen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Fürstenwalder Chronik =&lt;br /&gt;
*Kapitel 1: Von der Stadtgründung bis zum Einzug der Bischöfe [[:Kategorie:1272 - 1354]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 2: Die Bischofsstadt Fürstenwalde [[:Kategorie:1354 - 1598]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 3: Vom verwüsteten Brandenburg bis zum Königreich Preußen [[:Kategorie:1598 - 1701]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 4: Die Streusandbüchse wird europäische Großmacht - und Fürstenwalde mittendrin! [[:Kategorie:1701 - 1786]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 5: Unter dem französischen Joch [[:Kategorie:1786 - 1815]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 6: Die Revolution kommt mit der Bahn [[:Kategorie:1815 - 1871]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 7: Aufstieg und Fall eines Kaiserreichs [[:Kategorie:1871 - 1918]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 8: Wie weiter nach dem Weltenbrand? 1918 - 1933 [[:Kategorie:1918 - 1933]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 9: Drama in drei Akten: Nationalsozialismus – Krieg – Sowjetische Besatzungszone [[:Kategorie:1933 - 1949]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 10: Das sozialistische Experiment [[:Kategorie:1949 - 1990]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 11: Brüche, Umbrüche und Chancen 1990 - heute [[:Kategorie: 1990 - heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gliederung der Chronik =&lt;br /&gt;
== Teil 1 - Stadtgeschichte ==&lt;br /&gt;
*Geschichtliche Entwicklung Der Stadt&lt;br /&gt;
**Geologische Geschichte&lt;br /&gt;
**Eiszeit, Urstromtal, Lage&lt;br /&gt;
**Erste Besiedlung&lt;br /&gt;
**Stadtgründung erste Erwähnung&lt;br /&gt;
**Grenzurkunde&lt;br /&gt;
**Chronologische Abfolge nach Kapitel 1 - 11&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ToDo-Liste =&lt;br /&gt;
* Formatvorlagen für Seitenarten festlegen [[Seitenarten im Wiki]]&lt;br /&gt;
* Schulung in der Benutzung des Wikis&lt;br /&gt;
* Kennzeichnung von Quellen im Text Vorschlag: eckige Klammer gefolgt von Kapitelnummer Punkt lfd. Nummer im Kapitel. z. B. [11.1] &lt;br /&gt;
* Einräumen des Rechts Nutzer anzulegen für 1 - 2 weitere Mitglieder (Rechteerweiterung)Administrator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Projektfortschritt =&lt;br /&gt;
* Gliederung der Chronik festlegen (siehe oben)&lt;br /&gt;
* Kategorien im Wiki festlegen (siehe oben)&lt;br /&gt;
* Einrichtung eines Quellenverzeichnisses auf dem Server &lt;br /&gt;
* Einrichten des Werkzeuges &amp;quot;Hochladen von Bildern&amp;quot; auf dem Server &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur [[WikiHauptseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;strong&amp;gt;MediaWiki wurde installiert.&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe zur Benutzung und Konfiguration der Wiki-Software findest du im [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Help:Contents Benutzerhandbuch].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starthilfen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Configuration_settings Liste der Konfigurationsvariablen]&lt;br /&gt;
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		<author><name>HJW</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=466</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T17:13:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: /* Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß (* 4,50 m - 5,30 m) tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen gelegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*) 1 Rute = 10 Fuss = 3,766 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/10/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf Eine bebilderte PDF_Version gibt es hier:hier&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;:]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Reifenwerksiedlung&amp;diff=465</id>
		<title>Kategorie:Reifenwerksiedlung</title>
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		<updated>2021-10-04T14:47:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Die Geschichte der Reifenwerksiedlung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ersten Wohnungen entstehen 1939 - 1940==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das NKWD Speziallager Nr. 5 Ketschendorf 1945 - 1947==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Ungarn- oder Hühnerleiterhäuser==&lt;br /&gt;
===Fehlinvestition, Bausünde oder Architekturdenkmal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl jeder Fürstenwalder hat irgendeine Beziehung zur Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde Süd und wohl jeder hat schon mehr als einmal den Begriff „Ungarische Häuser“ oder „Hühnerleiterhäuser“ gehört.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mehrere Jahre in einem solchen Haus gewohnt, ohne mir  Gedanken über die Herkunft dieser Bezeichnungen zu machen. - bis mich im Mai 2021 ein Mail des Vereins für Heimatgeschichte Fürstenwalde erreichte, in dem ich gefragt wurde, ob ich bei einem Besuch des Ehepaars Höhne aus Berlin anwesend sein könne, die über das  Leben eines beinahe vergessenen Architekten Robert Lenz forschten und zufällig auf die Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde (Ketschendorf) gestoßen waren.&lt;br /&gt;
Günter und Claudia Höhne beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema DDR-Industriedesign und DDR-Architektur. Sie betreiben eine eigene Website mit massenhaft informationen zum Thema und haben etliche Bücher veröffentlicht. Umso spannender war diese Begegnung sowohl für mich als auch für Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde. Übrigens stammt ein großer Teil der Designsammlung in der Pinakothek der Moderne in München aus ihrer Sammlung&lt;br /&gt;
Aus Andeutungen in den Mails der Höhnes konnten wir vage auf die „Ungarnhäuser“ schließen, wollten aber nicht recht daran glauben, dass wir hier in unserem Fürstenwalde ein nahezu im Urzustand belassenes und komplett erhaltenes Architekturensemble in Bauhausarchitektur - und dann noch von einem namhaften aber beinahe vergessenen Architekten - besitzen.&lt;br /&gt;
Grund für die Annahme Höhnes, hier in Fürstenwalde fündig zu werden, war eine undatierte Zeitungsnotiz in einer (wahrscheinlich Thüringer) Zeitung, die von der Übergabe dieser ersten Wohnungen in Ketschendorf berichtete und auch auf ein ähnliches Objekt in Hennigsdorf b. Berlin verwies.&lt;br /&gt;
Unsere späteren Recherchen ließen die Datierung des Artikels auf den 9. Oktober 1950 zu, weil auch in der Chronik des Reifenwerkes die Übergabe der Wohnungen mit Sonnabend, den 7. Oktober angegeben ist. Seltsamerweise ist in der Fürstenwalder Zeitung „Neuer Tag“ weder über den Planungs- und Baubeginn noch über die Übergabe der ersten und die Fertigstellung aller Wohnungen auch nur ein einziges Wörtchen zu finden. Auch auf den Planer und Architekten finden sich keinerlei Hinweise, was uns zunächst stutzig machte, war doch Wohnraum unmittelbar nach Ende des II. Weltkrieges ein so kostbares Gut, dass man doch mit einer Erwähnung rechnen musste.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Licht in das Dunkle der Geschichte brachten die Informationen, die uns das Ehepaar Höhne zu unserem gemeinsamen Treffen am 19. Mai 2021 mitbrachte. Daraus und aus unseren weiterführenden Recherchen ergibt sich das folgende aber immer noch vorläufige Ergebnis:&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 1948 wurde der Architekt Robert Lenz, der bereits eine ähnliche Siedlung in Hennigsdorf konzipiert hatte, mit der Planung und Durchführung des Baus einer Arbeiterwohnsiedlung in Ketschendorf (Reifenwerksiedlung) beauftragt. Im Bild oben sieht man den Planungsentwurf für einen Typ der Häuser. Man kann erkennen, dass Lenz bereits in der Planung überdachte und geschlossene Treppenaufgänge in die oberen Wohneinheiten vorsah. Das gilt auch für die ersten Häuser des anderen Typs, mit etwas größeren Wohnungen, wie neu aufgetauchte Bilder aus der Bauphase um 1950 zeigen. Hier waren Mittig überdachte Treppenaufgänge flankiert von überdachten Balkons in der oberen Etage vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerleitern, wie später angebracht, waren in keinem der Entwürfe  vorgesehen aber es gab  Gründe für deren späteres Auftauchen, die nicht durch Lenz zu verantworten waren.&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Ursachen lagen in dem aus der Nachkriegszeit resultierenden permanenten Material- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Grund war die in den frühen 1950er Jahren einsetzende Formalismusdebatte, die ihre Ursachen in der aufkommenden stalinistischen Architekturauffassung hatte, und die das Bauhaus und seine Schüler, wie auch Lenz einer war, ablehnte. Zur gleichen Zeit wurde in Stalinstadt der erste Wohnkomplex - ebenfalls in angelehnter Bauhausarchitektur errichtet. Die dort, wie auch in Fürstenwalde tätigen ungarischen Maurerbrigaden (Ungarnhäuser), sowie das Baumaterial wurden den Parteiprioritäten untergeordnet und wahrscheinlich nach Stalinstadt umgeleitet.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 beschwerten sich die Fürstenwalder Reifenwerker beim Ministerium für Aufbau in Berlin, das für alle Bauvorhaben in der DDR die Verantwortung trug, darüber, dass die bereits 1950 versprochenen Wohnungen wegen des Mangels an Material immer noch nicht bezugsfertig wären.&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die geplanten noch nicht gebauten Häuser zunächst provisorisch umgeplant und abgespeckt, was zur Errichtung der verlachten „Hühnerleitern“ aber auch zu schweren Konflikten mit Robert Lenz geführt haben dürfte. Ähnliches ist aus Hennigsdorf bekannt, hier konnte sich die Stadt aber durchsetzen.&lt;br /&gt;
Erst 1954 konnten die  letzten Wohnungen übergeben werden. Robert Lenz war zu diesem Zeitpunkt längst entlassen und kam, wie vorhandene Dokumente beweisen, in der DDR nicht mehr auf den „Grünen Zweig“.&lt;br /&gt;
Die 40-jährige Verwaltung der Wohnungen durch das Reifenwerk hatte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass außer dem  späteren Ersatz der „Hühnerleitern“ durch, die von Lenz geplanten, überdachten Treppenaufgänge, der komplette Bestand von knapp 200 Wohnungen in 12 Häuserblocks genau wie errichtet, erhalten blieb.&lt;br /&gt;
Nach 1989 wurden zwar Fassaden-, Dach-, und Wohnungssanierungen durch neue Eigentümer vorgenommen aber der Siedlungscharakter der von Lenz geplanten Häuser und zum Teil sogar die Wohnungsgrundrisse sind heute beinahe original  vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen, war es keine Fehlinvestition und bei nahezu kompletter Vermietung  kann man nach über 70 Jahren auch nicht von einer Bausünde sprechen. Man hat sich halt später etwas einfallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==erste Erweiterung der Siedlung Platz der Solidarität und Puschkinplatz 1957==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zweite Erweiterung Ring der Freundschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==letzte Erweiterung ca. 1978/79==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Siedlung nach der Wende==&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Woldt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteile]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Reifenwerksiedlung&amp;diff=464</id>
		<title>Kategorie:Reifenwerksiedlung</title>
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		<updated>2021-10-04T14:39:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Die Geschichte der Reifenwerksiedlung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ersten Wohnungen entstehen 1939 - 1940==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das NKWD Speziallager Nr. 5 Ketschendorf 1945 - 1947==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Ungarn- oder Hühnerleiterhäuser==&lt;br /&gt;
===Fehlinvestition, Bausünde oder Architekturdenkmal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl jeder Fürstenwalder hat irgendeine Beziehung zur Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde Süd und wohl jeder hat schon mehr als einmal den Begriff „Ungarische Häuser“ oder „Hühnerleiterhäuser“ gehört.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mehrere Jahre in einem solchen Haus gewohnt, ohne mir  Gedanken über die Herkunft dieser Bezeichnungen zu machen. - bis mich im Mai 2021 ein Mail des Vereins für Heimatgeschichte Fürstenwalde erreichte, in dem ich gefragt wurde, ob ich bei einem Besuch des Ehepaars Höhne aus Berlin anwesend sein könne, die über das  Leben eines beinahe vergessenen Architekten Robert Lenz forschten und zufällig auf die Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde (Ketschendorf) gestoßen waren.&lt;br /&gt;
Günter und Claudia Höhne beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema DDR-Industriedesign und DDR-Architektur. Sie betreiben eine eigene Website mit massenhaft informationen zum Thema und haben etliche Bücher veröffentlicht. Umso spannender war diese Begegnung sowohl für mich als auch für Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde. Übrigens stammt ein großer Teil der Designsammlung in der Pinakothek der Moderne in München aus ihrer Sammlung&lt;br /&gt;
Aus Andeutungen in den Mails der Höhnes konnten wir vage auf die „Ungarnhäuser“ schließen, wollten aber nicht recht daran glauben, dass wir hier in unserem Fürstenwalde ein nahezu im Urzustand belassenes und komplett erhaltenes Architekturensemble in Bauhausarchitektur - und dann noch von einem namhaften aber beinahe vergessenen Architekten - besitzen.&lt;br /&gt;
Grund für die Annahme Höhnes, hier in Fürstenwalde fündig zu werden, war eine undatierte Zeitungsnotiz in einer (wahrscheinlich Thüringer) Zeitung, die von der Übergabe dieser ersten Wohnungen in Ketschendorf berichtete und auch auf ein ähnliches Objekt in Hennigsdorf b. Berlin verwies.&lt;br /&gt;
Unsere späteren Recherchen ließen die Datierung des Artikels auf den 9. Oktober 1950 zu, weil auch in der Chronik des Reifenwerkes die Übergabe der Wohnungen mit Sonnabend, den 7. Oktober angegeben ist. Seltsamerweise ist in der Fürstenwalder Zeitung „Neuer Tag“ weder über den Planungs- und Baubeginn noch über die Übergabe der ersten und die Fertigstellung aller Wohnungen auch nur ein einziges Wörtchen zu finden. Auch auf den Planer und Architekten finden sich keinerlei Hinweise, was uns zunächst stutzig machte, war doch Wohnraum unmittelbar nach Ende des II. Weltkrieges ein so kostbares Gut, dass man doch mit einer Erwähnung rechnen musste.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Licht in das Dunkle der Geschichte brachten die Informationen, die uns das Ehepaar Höhne zu unserem gemeinsamen Treffen am 19. Mai 2021 mitbrachte. Daraus und aus unseren weiterführenden Recherchen ergibt sich das folgende aber immer noch vorläufige Ergebnis:&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 1948 wurde der Architekt Robert Lenz, der bereits eine ähnliche Siedlung in Hennigsdorf konzipiert hatte, mit der Planung und Durchführung des Baus einer Arbeiterwohnsiedlung in Ketschendorf (Reifenwerksiedlung) beauftragt. Im Bild oben sieht man den Planungsentwurf für einen Typ der Häuser. Man kann erkennen, dass Lenz bereits in der Planung überdachte und geschlossene Treppenaufgänge in die oberen Wohneinheiten vorsah. Das gilt auch für die ersten Häuser des anderen Typs, mit etwas größeren Wohnungen, wie neu aufgetauchte Bilder aus der Bauphase um 1950 zeigen. Hier waren Mittig überdachte Treppenaufgänge flankiert von überdachten Balkons in der oberen Etage vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerleitern, wie später angebracht, waren in keinem der Entwürfe  vorgesehen aber es gab  Gründe für deren späteres Auftauchen, die nicht durch Lenz zu verantworten waren.&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Ursachen lagen in dem aus der Nachkriegszeit resultierenden permanenten Material- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Grund war die in den frühen 1950er Jahren einsetzende Formalismusdebatte, die ihre Ursachen in der aufkommenden stalinistischen Architekturauffassung hatte, und die das Bauhaus und seine Schüler, wie auch Lenz einer war, ablehnte. Zur gleichen Zeit wurde in Stalinstadt der erste Wohnkomplex - ebenfalls in angelehnter Bauhausarchitektur errichtet. Die dort, wie auch in Fürstenwalde tätigen ungarischen Maurerbrigaden (Ungarnhäuser), sowie das Baumaterial wurden den Parteiprioritäten untergeordnet und wahrscheinlich nach Stalinstadt umgeleitet.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 beschwerten sich die Fürstenwalder Reifenwerker beim Ministerium für Aufbau in Berlin, das für alle Bauvorhaben in der DDR die Verantwortung trug, darüber, dass die bereits 1950 versprochenen Wohnungen wegen des Mangels an Material immer noch nicht bezugsfertig wären.&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die geplanten noch nicht gebauten Häuser zunächst provisorisch umgeplant und abgespeckt, was zur Errichtung der verlachten „Hühnerleitern“ aber auch zu schweren Konflikten mit Robert Lenz geführt haben dürfte. Ähnliches ist aus Hennigsdorf bekannt, hier konnte sich die Stadt aber durchsetzen.&lt;br /&gt;
Erst 1954 konnten die  letzten Wohnungen übergeben werden. Robert Lenz war zu diesem Zeitpunkt längst entlassen und kam, wie vorhandene Dokumente beweisen, in der DDR nicht mehr auf den „Grünen Zweig“.&lt;br /&gt;
Die 40-jährige Verwaltung der Wohnungen durch das Reifenwerk hatte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass außer dem  späteren Ersatz der „Hühnerleitern“ durch, die von Lenz geplanten, überdachten Treppenaufgänge, der komplette Bestand von knapp 200 Wohnungen in 12 Häuserblocks genau wie errichtet, erhalten blieb.&lt;br /&gt;
Nach 1989 wurden zwar Fassaden-, Dach-, und Wohnungssanierungen durch neue Eigentümer vorgenommen aber der Siedlungscharakter der von Lenz geplanten Häuser und zum Teil sogar die Wohnungsgrundrisse sind heute beinahe original  vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen, war es keine Fehlinvestition und bei nahezu kompletter Vermietung  kann man nach über 70 Jahren auch nicht von einer Bausünde sprechen. Man hat sich halt später etwas einfallen lassen.&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Woldt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteile]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<updated>2021-10-04T14:36:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Die Geschichte der Reifenwerksiedlung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ersten Wohnungen entstehen 1939 - 1940==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifenwerksiedlung Fürstenwalde die Ungarn- oder Hühnerleiterhäuser==&lt;br /&gt;
===Fehlinvestition, Bausünde oder Architekturdenkmal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl jeder Fürstenwalder hat irgendeine Beziehung zur Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde Süd und wohl jeder hat schon mehr als einmal den Begriff „Ungarische Häuser“ oder „Hühnerleiterhäuser“ gehört.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mehrere Jahre in einem solchen Haus gewohnt, ohne mir  Gedanken über die Herkunft dieser Bezeichnungen zu machen. - bis mich im Mai 2021 ein Mail des Vereins für Heimatgeschichte Fürstenwalde erreichte, in dem ich gefragt wurde, ob ich bei einem Besuch des Ehepaars Höhne aus Berlin anwesend sein könne, die über das  Leben eines beinahe vergessenen Architekten Robert Lenz forschten und zufällig auf die Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde (Ketschendorf) gestoßen waren.&lt;br /&gt;
Günter und Claudia Höhne beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema DDR-Industriedesign und DDR-Architektur. Sie betreiben eine eigene Website mit massenhaft informationen zum Thema und haben etliche Bücher veröffentlicht. Umso spannender war diese Begegnung sowohl für mich als auch für Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde. Übrigens stammt ein großer Teil der Designsammlung in der Pinakothek der Moderne in München aus ihrer Sammlung&lt;br /&gt;
Aus Andeutungen in den Mails der Höhnes konnten wir vage auf die „Ungarnhäuser“ schließen, wollten aber nicht recht daran glauben, dass wir hier in unserem Fürstenwalde ein nahezu im Urzustand belassenes und komplett erhaltenes Architekturensemble in Bauhausarchitektur - und dann noch von einem namhaften aber beinahe vergessenen Architekten - besitzen.&lt;br /&gt;
Grund für die Annahme Höhnes, hier in Fürstenwalde fündig zu werden, war eine undatierte Zeitungsnotiz in einer (wahrscheinlich Thüringer) Zeitung, die von der Übergabe dieser ersten Wohnungen in Ketschendorf berichtete und auch auf ein ähnliches Objekt in Hennigsdorf b. Berlin verwies.&lt;br /&gt;
Unsere späteren Recherchen ließen die Datierung des Artikels auf den 9. Oktober 1950 zu, weil auch in der Chronik des Reifenwerkes die Übergabe der Wohnungen mit Sonnabend, den 7. Oktober angegeben ist. Seltsamerweise ist in der Fürstenwalder Zeitung „Neuer Tag“ weder über den Planungs- und Baubeginn noch über die Übergabe der ersten und die Fertigstellung aller Wohnungen auch nur ein einziges Wörtchen zu finden. Auch auf den Planer und Architekten finden sich keinerlei Hinweise, was uns zunächst stutzig machte, war doch Wohnraum unmittelbar nach Ende des II. Weltkrieges ein so kostbares Gut, dass man doch mit einer Erwähnung rechnen musste.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Licht in das Dunkle der Geschichte brachten die Informationen, die uns das Ehepaar Höhne zu unserem gemeinsamen Treffen am 19. Mai 2021 mitbrachte. Daraus und aus unseren weiterführenden Recherchen ergibt sich das folgende aber immer noch vorläufige Ergebnis:&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 1948 wurde der Architekt Robert Lenz, der bereits eine ähnliche Siedlung in Hennigsdorf konzipiert hatte, mit der Planung und Durchführung des Baus einer Arbeiterwohnsiedlung in Ketschendorf (Reifenwerksiedlung) beauftragt. Im Bild oben sieht man den Planungsentwurf für einen Typ der Häuser. Man kann erkennen, dass Lenz bereits in der Planung überdachte und geschlossene Treppenaufgänge in die oberen Wohneinheiten vorsah. Das gilt auch für die ersten Häuser des anderen Typs, mit etwas größeren Wohnungen, wie neu aufgetauchte Bilder aus der Bauphase um 1950 zeigen. Hier waren Mittig überdachte Treppenaufgänge flankiert von überdachten Balkons in der oberen Etage vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerleitern, wie später angebracht, waren in keinem der Entwürfe  vorgesehen aber es gab  Gründe für deren späteres Auftauchen, die nicht durch Lenz zu verantworten waren.&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Ursachen lagen in dem aus der Nachkriegszeit resultierenden permanenten Material- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Grund war die in den frühen 1950er Jahren einsetzende Formalismusdebatte, die ihre Ursachen in der aufkommenden stalinistischen Architekturauffassung hatte, und die das Bauhaus und seine Schüler, wie auch Lenz einer war, ablehnte. Zur gleichen Zeit wurde in Stalinstadt der erste Wohnkomplex - ebenfalls in angelehnter Bauhausarchitektur errichtet. Die dort, wie auch in Fürstenwalde tätigen ungarischen Maurerbrigaden (Ungarnhäuser), sowie das Baumaterial wurden den Parteiprioritäten untergeordnet und wahrscheinlich nach Stalinstadt umgeleitet.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 beschwerten sich die Fürstenwalder Reifenwerker beim Ministerium für Aufbau in Berlin, das für alle Bauvorhaben in der DDR die Verantwortung trug, darüber, dass die bereits 1950 versprochenen Wohnungen wegen des Mangels an Material immer noch nicht bezugsfertig wären.&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die geplanten noch nicht gebauten Häuser zunächst provisorisch umgeplant und abgespeckt, was zur Errichtung der verlachten „Hühnerleitern“ aber auch zu schweren Konflikten mit Robert Lenz geführt haben dürfte. Ähnliches ist aus Hennigsdorf bekannt, hier konnte sich die Stadt aber durchsetzen.&lt;br /&gt;
Erst 1954 konnten die  letzten Wohnungen übergeben werden. Robert Lenz war zu diesem Zeitpunkt längst entlassen und kam, wie vorhandene Dokumente beweisen, in der DDR nicht mehr auf den „Grünen Zweig“.&lt;br /&gt;
Die 40-jährige Verwaltung der Wohnungen durch das Reifenwerk hatte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass außer dem  späteren Ersatz der „Hühnerleitern“ durch, die von Lenz geplanten, überdachten Treppenaufgänge, der komplette Bestand von knapp 200 Wohnungen in 12 Häuserblocks genau wie errichtet, erhalten blieb.&lt;br /&gt;
Nach 1989 wurden zwar Fassaden-, Dach-, und Wohnungssanierungen durch neue Eigentümer vorgenommen aber der Siedlungscharakter der von Lenz geplanten Häuser und zum Teil sogar die Wohnungsgrundrisse sind heute beinahe original  vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen, war es keine Fehlinvestition und bei nahezu kompletter Vermietung  kann man nach über 70 Jahren auch nicht von einer Bausünde sprechen. Man hat sich halt später etwas einfallen lassen.&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Woldt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteile]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<title>Kategorie:Reifenwerksiedlung</title>
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		<updated>2021-10-04T12:54:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Reifenwerksiedlung Fürstenwalde die Ungarn- oder Hühnerleiterhäuser==&lt;br /&gt;
===Fehlinvestition, Bausünde oder Architekturdenkmal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl jeder Fürstenwalder hat irgendeine Beziehung zur Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde Süd und wohl jeder hat schon mehr als einmal den Begriff „Ungarische Häuser“ oder „Hühnerleiterhäuser“ gehört.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mehrere Jahre in einem solchen Haus gewohnt, ohne mir  Gedanken über die Herkunft dieser Bezeichnungen zu machen. - bis mich im Mai 2021 ein Mail des Vereins für Heimatgeschichte Fürstenwalde erreichte, in dem ich gefragt wurde, ob ich bei einem Besuch des Ehepaars Höhne aus Berlin anwesend sein könne, die über das  Leben eines beinahe vergessenen Architekten Robert Lenz forschten und zufällig auf die Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde (Ketschendorf) gestoßen waren.&lt;br /&gt;
Günter und Claudia Höhne beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema DDR-Industriedesign und DDR-Architektur. Sie betreiben eine eigene Website mit massenhaft informationen zum Thema und haben etliche Bücher veröffentlicht. Umso spannender war diese Begegnung sowohl für mich als auch für Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde. Übrigens stammt ein großer Teil der Designsammlung in der Pinakothek der Moderne in München aus ihrer Sammlung&lt;br /&gt;
Aus Andeutungen in den Mails der Höhnes konnten wir vage auf die „Ungarnhäuser“ schließen, wollten aber nicht recht daran glauben, dass wir hier in unserem Fürstenwalde ein nahezu im Urzustand belassenes und komplett erhaltenes Architekturensemble in Bauhausarchitektur - und dann noch von einem namhaften aber beinahe vergessenen Architekten - besitzen.&lt;br /&gt;
Grund für die Annahme Höhnes, hier in Fürstenwalde fündig zu werden, war eine undatierte Zeitungsnotiz in einer (wahrscheinlich Thüringer) Zeitung, die von der Übergabe dieser ersten Wohnungen in Ketschendorf berichtete und auch auf ein ähnliches Objekt in Hennigsdorf b. Berlin verwies.&lt;br /&gt;
Unsere späteren Recherchen ließen die Datierung des Artikels auf den 9. Oktober 1950 zu, weil auch in der Chronik des Reifenwerkes die Übergabe der Wohnungen mit Sonnabend, den 7. Oktober angegeben ist. Seltsamerweise ist in der Fürstenwalder Zeitung „Neuer Tag“ weder über den Planungs- und Baubeginn noch über die Übergabe der ersten und die Fertigstellung aller Wohnungen auch nur ein einziges Wörtchen zu finden. Auch auf den Planer und Architekten finden sich keinerlei Hinweise, was uns zunächst stutzig machte, war doch Wohnraum unmittelbar nach Ende des II. Weltkrieges ein so kostbares Gut, dass man doch mit einer Erwähnung rechnen musste.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Licht in das Dunkle der Geschichte brachten die Informationen, die uns das Ehepaar Höhne zu unserem gemeinsamen Treffen am 19. Mai 2021 mitbrachte. Daraus und aus unseren weiterführenden Recherchen ergibt sich das folgende aber immer noch vorläufige Ergebnis:&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 1948 wurde der Architekt Robert Lenz, der bereits eine ähnliche Siedlung in Hennigsdorf konzipiert hatte, mit der Planung und Durchführung des Baus einer Arbeiterwohnsiedlung in Ketschendorf (Reifenwerksiedlung) beauftragt. Im Bild oben sieht man den Planungsentwurf für einen Typ der Häuser. Man kann erkennen, dass Lenz bereits in der Planung überdachte und geschlossene Treppenaufgänge in die oberen Wohneinheiten vorsah. Das gilt auch für die ersten Häuser des anderen Typs, mit etwas größeren Wohnungen, wie neu aufgetauchte Bilder aus der Bauphase um 1950 zeigen. Hier waren Mittig überdachte Treppenaufgänge flankiert von überdachten Balkons in der oberen Etage vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerleitern, wie später angebracht, waren in keinem der Entwürfe  vorgesehen aber es gab  Gründe für deren späteres Auftauchen, die nicht durch Lenz zu verantworten waren.&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Ursachen lagen in dem aus der Nachkriegszeit resultierenden permanenten Material- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Grund war die in den frühen 1950er Jahren einsetzende Formalismusdebatte, die ihre Ursachen in der aufkommenden stalinistischen Architekturauffassung hatte, und die das Bauhaus und seine Schüler, wie auch Lenz einer war, ablehnte. Zur gleichen Zeit wurde in Stalinstadt der erste Wohnkomplex - ebenfalls in angelehnter Bauhausarchitektur errichtet. Die dort, wie auch in Fürstenwalde tätigen ungarischen Maurerbrigaden (Ungarnhäuser), sowie das Baumaterial wurden den Parteiprioritäten untergeordnet und wahrscheinlich nach Stalinstadt umgeleitet.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 beschwerten sich die Fürstenwalder Reifenwerker beim Ministerium für Aufbau in Berlin, das für alle Bauvorhaben in der DDR die Verantwortung trug, darüber, dass die bereits 1950 versprochenen Wohnungen wegen des Mangels an Material immer noch nicht bezugsfertig wären.&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die geplanten noch nicht gebauten Häuser zunächst provisorisch umgeplant und abgespeckt, was zur Errichtung der verlachten „Hühnerleitern“ aber auch zu schweren Konflikten mit Robert Lenz geführt haben dürfte. Ähnliches ist aus Hennigsdorf bekannt, hier konnte sich die Stadt aber durchsetzen.&lt;br /&gt;
Erst 1954 konnten die  letzten Wohnungen übergeben werden. Robert Lenz war zu diesem Zeitpunkt längst entlassen und kam, wie vorhandene Dokumente beweisen, in der DDR nicht mehr auf den „Grünen Zweig“.&lt;br /&gt;
Die 40-jährige Verwaltung der Wohnungen durch das Reifenwerk hatte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass außer dem  späteren Ersatz der „Hühnerleitern“ durch, die von Lenz geplanten, überdachten Treppenaufgänge, der komplette Bestand von knapp 200 Wohnungen in 12 Häuserblocks genau wie errichtet, erhalten blieb.&lt;br /&gt;
Nach 1989 wurden zwar Fassaden-, Dach-, und Wohnungssanierungen durch neue Eigentümer vorgenommen aber der Siedlungscharakter der von Lenz geplanten Häuser und zum Teil sogar die Wohnungsgrundrisse sind heute beinahe original  vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen, war es keine Fehlinvestition und bei nahezu kompletter Vermietung  kann man nach über 70 Jahren auch nicht von einer Bausünde sprechen. Man hat sich halt später etwas einfallen lassen.&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Woldt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteile]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Reifenwerksiedlung&amp;diff=461</id>
		<title>Kategorie:Reifenwerksiedlung</title>
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		<updated>2021-10-04T12:53:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Reifenwerksiedlung Fürstenwalde die Ungarn- oder Hühnerleiterhäuser==&lt;br /&gt;
===Fehlinvestition, Bausünde oder Architekturdenkmal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl jeder Fürstenwalder hat irgendeine Beziehung zur Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde Süd und wohl jeder hat schon mehr als einmal den Begriff „Ungarische Häuser“ oder „Hühnerleiterhäuser“ gehört.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mehrere Jahre in einem solchen Haus gewohnt, ohne mir  Gedanken über die Herkunft dieser Bezeichnungen zu machen. - bis mich im Mai 2021 ein Mail des Vereins für Heimatgeschichte Fürstenwalde erreichte, in dem ich gefragt wurde, ob ich bei einem Besuch des Ehepaars Höhne aus Berlin anwesend sein könne, die über das  Leben eines beinahe vergessenen Architekten Robert Lenz forschten und zufällig auf die Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde (Ketschendorf) gestoßen waren.&lt;br /&gt;
Günter und Claudia Höhne beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema DDR-Industriedesign und DDR-Architektur. Sie betreiben eine eigene Website mit massenhaft informationen zum Thema und haben etliche Bücher veröffentlicht. Umso spannender war diese Begegnung sowohl für mich als auch für Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde. Übrigens stammt ein großer Teil der Designsammlung in der Pinakothek der Moderne in München aus ihrer Sammlung&lt;br /&gt;
Aus Andeutungen in den Mails der Höhnes konnten wir vage auf die „Ungarnhäuser“ schließen, wollten aber nicht recht daran glauben, dass wir hier in unserem Fürstenwalde ein nahezu im Urzustand belassenes und komplett erhaltenes Architekturensemble in Bauhausarchitektur - und dann noch von einem namhaften aber beinahe vergessenen Architekten - besitzen.&lt;br /&gt;
Grund für die Annahme Höhnes, hier in Fürstenwalde fündig zu werden, war eine undatierte Zeitungsnotiz in einer (wahrscheinlich Thüringer) Zeitung, die von der Übergabe dieser ersten Wohnungen in Ketschendorf berichtete und auch auf ein ähnliches Objekt in Hennigsdorf b. Berlin verwies.&lt;br /&gt;
Unsere späteren Recherchen ließen die Datierung des Artikels auf den 9. Oktober 1950 zu, weil auch in der Chronik des Reifenwerkes die Übergabe der Wohnungen mit Sonnabend, den 7. Oktober angegeben ist. Seltsamerweise ist in der Fürstenwalder Zeitung „Neuer Tag“ weder über den Planungs- und Baubeginn noch über die Übergabe der ersten und die Fertigstellung aller Wohnungen auch nur ein einziges Wörtchen zu finden. Auch auf den Planer und Architekten finden sich keinerlei Hinweise, was uns zunächst stutzig machte, war doch Wohnraum unmittelbar nach Ende des II. Weltkrieges ein so kostbares Gut, dass man doch mit einer Erwähnung rechnen musste.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Licht in das Dunkle der Geschichte brachten die Informationen, die uns das Ehepaar Höhne zu unserem gemeinsamen Treffen am 19. Mai 2021 mitbrachte. Daraus und aus unseren weiterführenden Recherchen ergibt sich das folgende aber immer noch vorläufige Ergebnis:&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 1948 wurde der Architekt Robert Lenz, der bereits eine ähnliche Siedlung in Hennigsdorf konzipiert hatte, mit der Planung und Durchführung des Baus einer Arbeiterwohnsiedlung in Ketschendorf (Reifenwerksiedlung) beauftragt. Im Bild oben sieht man den Planungsentwurf für einen Typ der Häuser. Man kann erkennen, dass Lenz bereits in der Planung überdachte und geschlossene Treppenaufgänge in die oberen Wohneinheiten vorsah. Das gilt auch für die ersten Häuser des anderen Typs, mit etwas größeren Wohnungen, wie neu aufgetauchte Bilder aus der Bauphase um 1950 zeigen. Hier waren Mittig überdachte Treppenaufgänge flankiert von überdachten Balkons in der oberen Etage vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerleitern, wie später angebracht, waren in keinem der Entwürfe  vorgesehen aber es gab  Gründe für deren späteres Auftauchen, die nicht durch Lenz zu verantworten waren.&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Ursachen lagen in dem aus der Nachkriegszeit resultierenden permanenten Material- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Grund war die in den frühen 1950er Jahren einsetzende Formalismusdebatte, die ihre Ursachen in der aufkommenden stalinistischen Architekturauffassung hatte, und die das Bauhaus und seine Schüler, wie auch Lenz einer war, ablehnte. Zur gleichen Zeit wurde in Stalinstadt der erste Wohnkomplex - ebenfalls in angelehnter Bauhausarchitektur errichtet. Die dort, wie auch in Fürstenwalde tätigen ungarischen Maurerbrigaden (Ungarnhäuser), sowie das Baumaterial wurden den Parteiprioritäten untergeordnet und wahrscheinlich nach Stalinstadt umgeleitet.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 beschwerten sich die Fürstenwalder Reifenwerker beim Ministerium für Aufbau in Berlin, das für alle Bauvorhaben in der DDR die Verantwortung trug, darüber, dass die bereits 1950 versprochenen Wohnungen wegen des Mangels an Material immer noch nicht bezugsfertig wären.&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die geplanten noch nicht gebauten Häuser zunächst provisorisch umgeplant und abgespeckt, was zur Errichtung der verlachten „Hühnerleitern“ aber auch zu schweren Konflikten mit Robert Lenz geführt haben dürfte. Ähnliches ist aus Hennigsdorf bekannt, hier konnte sich die Stadt aber durchsetzen.&lt;br /&gt;
Erst 1954 konnten die  letzten Wohnungen übergeben werden. Robert Lenz war zu diesem Zeitpunkt längst entlassen und kam, wie vorhandene Dokumente beweisen, in der DDR nicht mehr auf den „Grünen Zweig“.&lt;br /&gt;
Die 40-jährige Verwaltung der Wohnungen durch das Reifenwerk hatte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass außer dem  späteren Ersatz der „Hühnerleitern“ durch, die von Lenz geplanten, überdachten Treppenaufgänge, der komplette Bestand von knapp 200 Wohnungen in 12 Häuserblocks genau wie errichtet, erhalten blieb.&lt;br /&gt;
Nach 1989 wurden zwar Fassaden-, Dach-, und Wohnungssanierungen durch neue Eigentümer vorgenommen aber der Siedlungscharakter der von Lenz geplanten Häuser und zum Teil sogar die Wohnungsgrundrisse sind heute beinahe original  vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen, war es keine Fehlinvestition und bei nahezu kompletter Vermietung  kann man nach über 70 Jahren auch nicht von einer Bausünde sprechen. Man hat sich halt später etwas einfallen lassen.&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Woldt&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<updated>2021-10-04T12:53:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Reifenwerksiedlung Fürstenwalde die Ungarn- oder Hühnerleiterhäuser==&lt;br /&gt;
===Fehlinvestition, Bausünde oder Architekturdenkmal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl jeder Fürstenwalder hat irgendeine Beziehung zur Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde Süd und wohl jeder hat schon mehr als einmal den Begriff „Ungarische Häuser“ oder „Hühnerleiterhäuser“ gehört.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mehrere Jahre in einem solchen Haus gewohnt, ohne mir  Gedanken über die Herkunft dieser Bezeichnungen zu machen. - bis mich im Mai 2021 ein Mail des Vereins für Heimatgeschichte Fürstenwalde erreichte, in dem ich gefragt wurde, ob ich bei einem Besuch des Ehepaars Höhne aus Berlin anwesend sein könne, die über das  Leben eines beinahe vergessenen Architekten Robert Lenz forschten und zufällig auf die Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde (Ketschendorf) gestoßen waren.&lt;br /&gt;
Günter und Claudia Höhne beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema DDR-Industriedesign und DDR-Architektur. Sie betreiben eine eigene Website mit massenhaft informationen zum Thema und haben etliche Bücher veröffentlicht. Umso spannender war diese Begegnung sowohl für mich als auch für Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde. Übrigens stammt ein großer Teil der Designsammlung in der Pinakothek der Moderne in München aus ihrer Sammlung&lt;br /&gt;
Aus Andeutungen in den Mails der Höhnes konnten wir vage auf die „Ungarnhäuser“ schließen, wollten aber nicht recht daran glauben, dass wir hier in unserem Fürstenwalde ein nahezu im Urzustand belassenes und komplett erhaltenes Architekturensemble in Bauhausarchitektur - und dann noch von einem namhaften aber beinahe vergessenen Architekten - besitzen.&lt;br /&gt;
Grund für die Annahme Höhnes, hier in Fürstenwalde fündig zu werden, war eine undatierte Zeitungsnotiz in einer (wahrscheinlich Thüringer) Zeitung, die von der Übergabe dieser ersten Wohnungen in Ketschendorf berichtete und auch auf ein ähnliches Objekt in Hennigsdorf b. Berlin verwies.&lt;br /&gt;
Unsere späteren Recherchen ließen die Datierung des Artikels auf den 9. Oktober 1950 zu, weil auch in der Chronik des Reifenwerkes die Übergabe der Wohnungen mit Sonnabend, den 7. Oktober angegeben ist. Seltsamerweise ist in der Fürstenwalder Zeitung „Neuer Tag“ weder über den Planungs- und Baubeginn noch über die Übergabe der ersten und die Fertigstellung aller Wohnungen auch nur ein einziges Wörtchen zu finden. Auch auf den Planer und Architekten finden sich keinerlei Hinweise, was uns zunächst stutzig machte, war doch Wohnraum unmittelbar nach Ende des II. Weltkrieges ein so kostbares Gut, dass man doch mit einer Erwähnung rechnen musste.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Licht in das Dunkle der Geschichte brachten die Informationen, die uns das Ehepaar Höhne zu unserem gemeinsamen Treffen am 19. Mai 2021 mitbrachte. Daraus und aus unseren weiterführenden Recherchen ergibt sich das folgende aber immer noch vorläufige Ergebnis:&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 1948 wurde der Architekt Robert Lenz, der bereits eine ähnliche Siedlung in Hennigsdorf konzipiert hatte, mit der Planung und Durchführung des Baus einer Arbeiterwohnsiedlung in Ketschendorf (Reifenwerksiedlung) beauftragt. Im Bild oben sieht man den Planungsentwurf für einen Typ der Häuser. Man kann erkennen, dass Lenz bereits in der Planung überdachte und geschlossene Treppenaufgänge in die oberen Wohneinheiten vorsah. Das gilt auch für die ersten Häuser des anderen Typs, mit etwas größeren Wohnungen, wie neu aufgetauchte Bilder aus der Bauphase um 1950 zeigen. Hier waren Mittig überdachte Treppenaufgänge flankiert von überdachten Balkons in der oberen Etage vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerleitern, wie später angebracht, waren in keinem der Entwürfe  vorgesehen aber es gab  Gründe für deren späteres Auftauchen, die nicht durch Lenz zu verantworten waren.&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Ursachen lagen in dem aus der Nachkriegszeit resultierenden permanenten Material- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Grund war die in den frühen 1950er Jahren einsetzende Formalismusdebatte, die ihre Ursachen in der aufkommenden stalinistischen Architekturauffassung hatte, und die das Bauhaus und seine Schüler, wie auch Lenz einer war, ablehnte. Zur gleichen Zeit wurde in Stalinstadt der erste Wohnkomplex - ebenfalls in angelehnter Bauhausarchitektur errichtet. Die dort, wie auch in Fürstenwalde tätigen ungarischen Maurerbrigaden (Ungarnhäuser), sowie das Baumaterial wurden den Parteiprioritäten untergeordnet und wahrscheinlich nach Stalinstadt umgeleitet.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 beschwerten sich die Fürstenwalder Reifenwerker beim Ministerium für Aufbau in Berlin, das für alle Bauvorhaben in der DDR die Verantwortung trug, darüber, dass die bereits 1950 versprochenen Wohnungen wegen des Mangels an Material immer noch nicht bezugsfertig wären.&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die geplanten noch nicht gebauten Häuser zunächst provisorisch umgeplant und abgespeckt, was zur Errichtung der verlachten „Hühnerleitern“ aber auch zu schweren Konflikten mit Robert Lenz geführt haben dürfte. Ähnliches ist aus Hennigsdorf bekannt, hier konnte sich die Stadt aber durchsetzen.&lt;br /&gt;
Erst 1954 konnten die  letzten Wohnungen übergeben werden. Robert Lenz war zu diesem Zeitpunkt längst entlassen und kam, wie vorhandene Dokumente beweisen, in der DDR nicht mehr auf den „Grünen Zweig“.&lt;br /&gt;
Die 40-jährige Verwaltung der Wohnungen durch das Reifenwerk hatte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass außer dem  späteren Ersatz der „Hühnerleitern“ durch, die von Lenz geplanten, überdachten Treppenaufgänge, der komplette Bestand von knapp 200 Wohnungen in 12 Häuserblocks genau wie errichtet, erhalten blieb.&lt;br /&gt;
Nach 1989 wurden zwar Fassaden-, Dach-, und Wohnungssanierungen durch neue Eigentümer vorgenommen aber der Siedlungscharakter der von Lenz geplanten Häuser und zum Teil sogar die Wohnungsgrundrisse sind heute beinahe original  vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen, war es keine Fehlinvestition und bei nahezu kompletter Vermietung  kann man nach über 70 Jahren auch nicht von einer Bausünde sprechen. Man hat sich halt später etwas einfallen lassen.&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Woldt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Category:Stadtteile]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<updated>2021-10-04T12:52:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Reifenwerksiedlung Fürstenwalde die Ungarn- oder Hühnerleiterhäuser==&lt;br /&gt;
===Fehlinvestition, Bausünde oder Architekturdenkmal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl jeder Fürstenwalder hat irgendeine Beziehung zur Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde Süd und wohl jeder hat schon mehr als einmal den Begriff „Ungarische Häuser“ oder „Hühnerleiterhäuser“ gehört.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mehrere Jahre in einem solchen Haus gewohnt, ohne mir  Gedanken über die Herkunft dieser Bezeichnungen zu machen. - bis mich im Mai 2021 ein Mail des Vereins für Heimatgeschichte Fürstenwalde erreichte, in dem ich gefragt wurde, ob ich bei einem Besuch des Ehepaars Höhne aus Berlin anwesend sein könne, die über das  Leben eines beinahe vergessenen Architekten Robert Lenz forschten und zufällig auf die Reifenwerksiedlung in Fürstenwalde (Ketschendorf) gestoßen waren.&lt;br /&gt;
Günter und Claudia Höhne beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema DDR-Industriedesign und DDR-Architektur. Sie betreiben eine eigene Website mit massenhaft informationen zum Thema und haben etliche Bücher veröffentlicht. Umso spannender war diese Begegnung sowohl für mich als auch für Guido Strohfeldt vom Museum Fürstenwalde. Übrigens stammt ein großer Teil der Designsammlung in der Pinakothek der Moderne in München aus ihrer Sammlung&lt;br /&gt;
Aus Andeutungen in den Mails der Höhnes konnten wir vage auf die „Ungarnhäuser“ schließen, wollten aber nicht recht daran glauben, dass wir hier in unserem Fürstenwalde ein nahezu im Urzustand belassenes und komplett erhaltenes Architekturensemble in Bauhausarchitektur - und dann noch von einem namhaften aber beinahe vergessenen Architekten - besitzen.&lt;br /&gt;
Grund für die Annahme Höhnes, hier in Fürstenwalde fündig zu werden, war eine undatierte Zeitungsnotiz in einer (wahrscheinlich Thüringer) Zeitung, die von der Übergabe dieser ersten Wohnungen in Ketschendorf berichtete und auch auf ein ähnliches Objekt in Hennigsdorf b. Berlin verwies.&lt;br /&gt;
Unsere späteren Recherchen ließen die Datierung des Artikels auf den 9. Oktober 1950 zu, weil auch in der Chronik des Reifenwerkes die Übergabe der Wohnungen mit Sonnabend, den 7. Oktober angegeben ist. Seltsamerweise ist in der Fürstenwalder Zeitung „Neuer Tag“ weder über den Planungs- und Baubeginn noch über die Übergabe der ersten und die Fertigstellung aller Wohnungen auch nur ein einziges Wörtchen zu finden. Auch auf den Planer und Architekten finden sich keinerlei Hinweise, was uns zunächst stutzig machte, war doch Wohnraum unmittelbar nach Ende des II. Weltkrieges ein so kostbares Gut, dass man doch mit einer Erwähnung rechnen musste.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Licht in das Dunkle der Geschichte brachten die Informationen, die uns das Ehepaar Höhne zu unserem gemeinsamen Treffen am 19. Mai 2021 mitbrachte. Daraus und aus unseren weiterführenden Recherchen ergibt sich das folgende aber immer noch vorläufige Ergebnis:&lt;br /&gt;
Etwa im Jahr 1948 wurde der Architekt Robert Lenz, der bereits eine ähnliche Siedlung in Hennigsdorf konzipiert hatte, mit der Planung und Durchführung des Baus einer Arbeiterwohnsiedlung in Ketschendorf (Reifenwerksiedlung) beauftragt. Im Bild oben sieht man den Planungsentwurf für einen Typ der Häuser. Man kann erkennen, dass Lenz bereits in der Planung überdachte und geschlossene Treppenaufgänge in die oberen Wohneinheiten vorsah. Das gilt auch für die ersten Häuser des anderen Typs, mit etwas größeren Wohnungen, wie neu aufgetauchte Bilder aus der Bauphase um 1950 zeigen. Hier waren Mittig überdachte Treppenaufgänge flankiert von überdachten Balkons in der oberen Etage vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Category:Stadtteile|Stadtteile]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerleitern, wie später angebracht, waren in keinem der Entwürfe  vorgesehen aber es gab  Gründe für deren späteres Auftauchen, die nicht durch Lenz zu verantworten waren.&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen Ursachen lagen in dem aus der Nachkriegszeit resultierenden permanenten Material- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Grund war die in den frühen 1950er Jahren einsetzende Formalismusdebatte, die ihre Ursachen in der aufkommenden stalinistischen Architekturauffassung hatte, und die das Bauhaus und seine Schüler, wie auch Lenz einer war, ablehnte. Zur gleichen Zeit wurde in Stalinstadt der erste Wohnkomplex - ebenfalls in angelehnter Bauhausarchitektur errichtet. Die dort, wie auch in Fürstenwalde tätigen ungarischen Maurerbrigaden (Ungarnhäuser), sowie das Baumaterial wurden den Parteiprioritäten untergeordnet und wahrscheinlich nach Stalinstadt umgeleitet.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1953 beschwerten sich die Fürstenwalder Reifenwerker beim Ministerium für Aufbau in Berlin, das für alle Bauvorhaben in der DDR die Verantwortung trug, darüber, dass die bereits 1950 versprochenen Wohnungen wegen des Mangels an Material immer noch nicht bezugsfertig wären.&lt;br /&gt;
In der Folge wurden die geplanten noch nicht gebauten Häuser zunächst provisorisch umgeplant und abgespeckt, was zur Errichtung der verlachten „Hühnerleitern“ aber auch zu schweren Konflikten mit Robert Lenz geführt haben dürfte. Ähnliches ist aus Hennigsdorf bekannt, hier konnte sich die Stadt aber durchsetzen.&lt;br /&gt;
Erst 1954 konnten die  letzten Wohnungen übergeben werden. Robert Lenz war zu diesem Zeitpunkt längst entlassen und kam, wie vorhandene Dokumente beweisen, in der DDR nicht mehr auf den „Grünen Zweig“.&lt;br /&gt;
Die 40-jährige Verwaltung der Wohnungen durch das Reifenwerk hatte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass außer dem  späteren Ersatz der „Hühnerleitern“ durch, die von Lenz geplanten, überdachten Treppenaufgänge, der komplette Bestand von knapp 200 Wohnungen in 12 Häuserblocks genau wie errichtet, erhalten blieb.&lt;br /&gt;
Nach 1989 wurden zwar Fassaden-, Dach-, und Wohnungssanierungen durch neue Eigentümer vorgenommen aber der Siedlungscharakter der von Lenz geplanten Häuser und zum Teil sogar die Wohnungsgrundrisse sind heute beinahe original  vorzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen, war es keine Fehlinvestition und bei nahezu kompletter Vermietung  kann man nach über 70 Jahren auch nicht von einer Bausünde sprechen. Man hat sich halt später etwas einfallen lassen.&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Woldt&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=458</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2021-10-04T12:50:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: /* Kategorien im Fürstenwalder Stadt-Wiki */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Das Stadtwiki für Fürstenwalde=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte umfassende Chronik der Stadt Fürstenwalde endet 1837&lt;br /&gt;
(&amp;quot;[https://books.google.de/books?id=dZYUHAAACAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Diplomatischen Chronik der Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe - Fürstenwalde&amp;quot;] von Dr. G. F. G. Golz aus dem Jahre 1837) &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie wurde noch einmal ergänzt in der&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geschichte der Stadt Fürstenwalde / Spree. Unter Benutzung der Chronik von Dr. Goltz und anderer Quellen. Mit einem Front-Porträt des Verfassers&amp;quot; von Emil Unger aus dem Jahr 1932&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit steht dem Bürger der Stadt und den Besuchern kein zusammenfassendes Werk über die überaus interessante Geschichte der Stadt zur Verfügung. Zudem fehlt ein Abriss der Stadtentwicklung nach 1932.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, die vorhandenen Chroniken inhaltlich und stilistisch in eine heute adäquate Form zu übersetzen und durch den Zeitraum nach 1932 zu ergänzen. Dabei sollen möglichst viele Fürstenwalder einbezogen werden. Eine Cronik von Fürstenwaldern für Fürstenwalder und ihre Gäste gewissermaßen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben werden soll die Chronik anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Fürstenwalde im Jahr 2022 in Buchform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu sind:&lt;br /&gt;
* die vorhandenen Chroniken zu digitalisieren&lt;br /&gt;
* digital zu ergänzen&lt;br /&gt;
* grafisch zu gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektteilnehmer ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Ansprechpartner]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kannst Du mitwirken?==&lt;br /&gt;
* Du kannst Dich dauerhaft einer Arbeitsgruppe anschließen und einen Benutzerzugang zum Projekt bekommen. Dazu setzt Du Dich am besten mit dem Arbeitsgruppenleiter in Verbindung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst zu jedem Thema einen Beitrag schreiben und diesen per E-Mail an den Arbeitsgruppenleiter oder an die Projektleitung senden (Regeln beachten)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst uns interessante Materialien zur Verfügung stellen oder Gesprächspartner benennen, die uns Geschichten zu bestimmten Themen erzählen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst uns auch Begebenheiten, Ereignisse oder Vorgänge aus allen Themenbereichen mitteilen, von denen Du meinst, dass sie unbedingt in der Chronik der Stadt erwähnt werden müssen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anleitungen zur Arbeit mit der Wikisoftware:&lt;br /&gt;
** [https://m.mediawiki.org/wiki/Help:Contents/de Hilfeseiten des Mediawiki Projektes]&lt;br /&gt;
** [https://youtu.be/CMKOoPPpFyo ein Videotutorial auf Youtube]&lt;br /&gt;
** [https://www.heise.de/download/product/wiki-handbuch-53722?hg=1&amp;amp;hgi=0&amp;amp;hgf=false ein Handbuch als PDF Download bei www.heise.de]&lt;br /&gt;
** [https://www.facebook.com/FueWaWiki/ unsere Facebookseite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regeln für die Arbeit am Füwa-Wiki ==&lt;br /&gt;
#Die in die Plattform eingestellten Beiträge kann jeder einsehen;&lt;br /&gt;
#Jeder (individuelle Beiträge, Gruppenbeiträge, Schülerarbeiten etc.) hat die Möglichkeit mitzuarbeiten;&lt;br /&gt;
#Die Rechte und Zugangsmöglichkeiten zum Einstellen von Beiträgen erteilen die Arbeitsgruppenleiter;&lt;br /&gt;
#Die Arbeitsgruppenleiter haben das Recht, Aufträge für die Recherche an Interessenten auch außerhalb des Vereins zu vergeben;&lt;br /&gt;
#Was in welcher Form in der gedruckten Fassung der Chronik veröffentlicht wird, entscheidet ausschließlich das Redaktionskollegium;&lt;br /&gt;
#Zwischenergebnisse, besonders interessante neue Erkenntnisse und andere Forschungsergebnisse werden regelmäßig auf den monatlich stattfindenden Zusammenkünften des #Vereins für Heimatgeschichte und Heimatkunde Fürstenwalde /Spree vorgestellt und diskutiert. Diese Veranstaltungen sind öffentlich und werden thematisch angekündigt; &lt;br /&gt;
#Jeder Beitrag muss als solcher erkennbar, zuordenbar und hinreichend belegt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kategorien im Fürstenwalder Stadt-Wiki =&lt;br /&gt;
*[[:Category:Dokumentationen|Dokumentationen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Schulgeschichte der Stadt|Schulgeschichte der Stadt]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Fürstenwalder Stadtforst|Fürstenwalder Stadtforst]]&lt;br /&gt;
**Geschichte der Stadtteile&lt;br /&gt;
***[[Ketschendorf]]&lt;br /&gt;
****[[:Category:Reifenwerksiedlung|Reifenwerksiedlung]]&lt;br /&gt;
***[[Trebus]]&lt;br /&gt;
***[[Molkenberg]]&lt;br /&gt;
***[[Rauensche Ziegelei]]&lt;br /&gt;
***[[Fürstenwalde West]] (Hangelsberg)&lt;br /&gt;
**Geschichte der Wirtschaft&lt;br /&gt;
**[[:Category:Persönlichkeiten der Stadt|Persönlichkeiten der Stadt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
***[[:Category:Ehrenbürger der Stadt|Ehrenbürger der Stadt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
***[[:Category:Frühere Ehrenbürger der Stadt|Frühere Ehrenbürger der Stadt]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Geliebte und ungeliebte Töchter und Söhne der Stadt Fürstenwalde/Spree|Geliebte und ungeliebte Töchter und Söhne der Stadt Fürstenwalde/Spree]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Persönlichkeiten, die auf die eine oder andere Art mit Fürstenwalde verbunden sind|Persönlichkeiten, die auf die eine oder andere Art mit Fürstenwalde verbunden sind]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Bürgermeister der Stadt|Bürgermeister der Stadt]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung|Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Geschichte des Heimattiergartens|Geschichte des Heimattiergartens]]&lt;br /&gt;
**Kunst-, Kultur- und Sportgeschichte&lt;br /&gt;
**[[:Category:Geschichte der Jüdischen Gemeinde|Geschichte der Jüdischen Gemeinde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Zeittafeln|Zeittafeln]]&lt;br /&gt;
*[[:Category:Stadtteile|Stadtteile]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Gebäude|Gebäude]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Sportstätten|Sportstätten]]&lt;br /&gt;
*[[:Category:Straßen|Straßen]]&lt;br /&gt;
*[[:Category:Schulen|Schulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Volksschulen/Elementarschulen|Volksschulen/Elementarschulen]]&lt;br /&gt;
**Mittelschulen Fürstenwalde&lt;br /&gt;
**[[:Category:Polytechnische Oberschulen|Polytechnische Oberschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Höhere Schulen|Höhere Schulen]]&lt;br /&gt;
**Bürgerschulen&lt;br /&gt;
**[[:Category:Grundschulen|Grundschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Oberschulen|Oberschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Berufsschulen|Berufsschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Förderschulen|Förderschulen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Personen|Personen]]&lt;br /&gt;
*Vereine&lt;br /&gt;
*Unternehmen&lt;br /&gt;
*Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier die alten Einträge, die nun neu eingeordnet werden'''&lt;br /&gt;
*Hauptkategorie übergreifende Spezialthemen mit jeweils gleicher Gliederung wie Teil 1&lt;br /&gt;
**Ost-West Handelsweg Spree [[:Kategorie:Ost-West Handelsweg Spree]]&lt;br /&gt;
**Straßenverzeichnis Fürstenwalde [[:Kategorie:Straßenverzeichnis Fürstenwalde]] ----- identisch mit der neuen Kategorie Straßen&lt;br /&gt;
**Episoden aus Fürstenwalde [[:Kategorie:Fürstenwalder Episoden]]   ------------- neue Kategorie &amp;quot;Dokumentationen&amp;quot;&lt;br /&gt;
**Allgemeine Informationen [[:Kategorie:Allgemeine Informationen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Fürstenwalder Chronik =&lt;br /&gt;
*Kapitel 1: Von der Stadtgründung bis zum Einzug der Bischöfe [[:Kategorie:1272 - 1354]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 2: Die Bischofsstadt Fürstenwalde [[:Kategorie:1354 - 1598]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 3: Vom verwüsteten Brandenburg bis zum Königreich Preußen [[:Kategorie:1598 - 1701]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 4: Die Streusandbüchse wird europäische Großmacht - und Fürstenwalde mittendrin! [[:Kategorie:1701 - 1786]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 5: Unter dem französischen Joch [[:Kategorie:1786 - 1815]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 6: Die Revolution kommt mit der Bahn [[:Kategorie:1815 - 1871]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 7: Aufstieg und Fall eines Kaiserreichs [[:Kategorie:1871 - 1918]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 8: Wie weiter nach dem Weltenbrand? 1918 - 1933 [[:Kategorie:1918 - 1933]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 9: Drama in drei Akten: Nationalsozialismus – Krieg – Sowjetische Besatzungszone [[:Kategorie:1933 - 1949]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 10: Das sozialistische Experiment [[:Kategorie:1949 - 1990]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 11: Brüche, Umbrüche und Chancen 1990 - heute [[:Kategorie: 1990 - heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gliederung der Chronik =&lt;br /&gt;
== Teil 1 - Stadtgeschichte ==&lt;br /&gt;
*Geschichtliche Entwicklung Der Stadt&lt;br /&gt;
**Geologische Geschichte&lt;br /&gt;
**Eiszeit, Urstromtal, Lage&lt;br /&gt;
**Erste Besiedlung&lt;br /&gt;
**Stadtgründung erste Erwähnung&lt;br /&gt;
**Grenzurkunde&lt;br /&gt;
**Chronologische Abfolge nach Kapitel 1 - 11&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ToDo-Liste =&lt;br /&gt;
* Formatvorlagen für Seitenarten festlegen [[Seitenarten im Wiki]]&lt;br /&gt;
* Schulung in der Benutzung des Wikis&lt;br /&gt;
* Kennzeichnung von Quellen im Text Vorschlag: eckige Klammer gefolgt von Kapitelnummer Punkt lfd. Nummer im Kapitel. z. B. [11.1] &lt;br /&gt;
* Einräumen des Rechts Nutzer anzulegen für 1 - 2 weitere Mitglieder (Rechteerweiterung)Administrator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Projektfortschritt =&lt;br /&gt;
* Gliederung der Chronik festlegen (siehe oben)&lt;br /&gt;
* Kategorien im Wiki festlegen (siehe oben)&lt;br /&gt;
* Einrichtung eines Quellenverzeichnisses auf dem Server &lt;br /&gt;
* Einrichten des Werkzeuges &amp;quot;Hochladen von Bildern&amp;quot; auf dem Server &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur [[WikiHauptseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;strong&amp;gt;MediaWiki wurde installiert.&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe zur Benutzung und Konfiguration der Wiki-Software findest du im [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Help:Contents Benutzerhandbuch].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starthilfen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Configuration_settings Liste der Konfigurationsvariablen]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:FAQ MediaWiki-FAQ]&lt;br /&gt;
* [https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/mediawiki-announce Mailingliste neuer MediaWiki-Versionen]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Localisation#Translation_resources Übersetze MediaWiki für deine Sprache]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Combating_spam Erfahre, wie du Spam auf deinem Wiki bekämpfen kannst]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=457</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=457"/>
		<updated>2021-10-04T12:49:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Das Stadtwiki für Fürstenwalde=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte umfassende Chronik der Stadt Fürstenwalde endet 1837&lt;br /&gt;
(&amp;quot;[https://books.google.de/books?id=dZYUHAAACAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Diplomatischen Chronik der Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe - Fürstenwalde&amp;quot;] von Dr. G. F. G. Golz aus dem Jahre 1837) &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie wurde noch einmal ergänzt in der&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geschichte der Stadt Fürstenwalde / Spree. Unter Benutzung der Chronik von Dr. Goltz und anderer Quellen. Mit einem Front-Porträt des Verfassers&amp;quot; von Emil Unger aus dem Jahr 1932&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit steht dem Bürger der Stadt und den Besuchern kein zusammenfassendes Werk über die überaus interessante Geschichte der Stadt zur Verfügung. Zudem fehlt ein Abriss der Stadtentwicklung nach 1932.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, die vorhandenen Chroniken inhaltlich und stilistisch in eine heute adäquate Form zu übersetzen und durch den Zeitraum nach 1932 zu ergänzen. Dabei sollen möglichst viele Fürstenwalder einbezogen werden. Eine Cronik von Fürstenwaldern für Fürstenwalder und ihre Gäste gewissermaßen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben werden soll die Chronik anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Fürstenwalde im Jahr 2022 in Buchform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu sind:&lt;br /&gt;
* die vorhandenen Chroniken zu digitalisieren&lt;br /&gt;
* digital zu ergänzen&lt;br /&gt;
* grafisch zu gestalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektteilnehmer ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Ansprechpartner]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kannst Du mitwirken?==&lt;br /&gt;
* Du kannst Dich dauerhaft einer Arbeitsgruppe anschließen und einen Benutzerzugang zum Projekt bekommen. Dazu setzt Du Dich am besten mit dem Arbeitsgruppenleiter in Verbindung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst zu jedem Thema einen Beitrag schreiben und diesen per E-Mail an den Arbeitsgruppenleiter oder an die Projektleitung senden (Regeln beachten)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst uns interessante Materialien zur Verfügung stellen oder Gesprächspartner benennen, die uns Geschichten zu bestimmten Themen erzählen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Du kannst uns auch Begebenheiten, Ereignisse oder Vorgänge aus allen Themenbereichen mitteilen, von denen Du meinst, dass sie unbedingt in der Chronik der Stadt erwähnt werden müssen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anleitungen zur Arbeit mit der Wikisoftware:&lt;br /&gt;
** [https://m.mediawiki.org/wiki/Help:Contents/de Hilfeseiten des Mediawiki Projektes]&lt;br /&gt;
** [https://youtu.be/CMKOoPPpFyo ein Videotutorial auf Youtube]&lt;br /&gt;
** [https://www.heise.de/download/product/wiki-handbuch-53722?hg=1&amp;amp;hgi=0&amp;amp;hgf=false ein Handbuch als PDF Download bei www.heise.de]&lt;br /&gt;
** [https://www.facebook.com/FueWaWiki/ unsere Facebookseite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regeln für die Arbeit am Füwa-Wiki ==&lt;br /&gt;
#Die in die Plattform eingestellten Beiträge kann jeder einsehen;&lt;br /&gt;
#Jeder (individuelle Beiträge, Gruppenbeiträge, Schülerarbeiten etc.) hat die Möglichkeit mitzuarbeiten;&lt;br /&gt;
#Die Rechte und Zugangsmöglichkeiten zum Einstellen von Beiträgen erteilen die Arbeitsgruppenleiter;&lt;br /&gt;
#Die Arbeitsgruppenleiter haben das Recht, Aufträge für die Recherche an Interessenten auch außerhalb des Vereins zu vergeben;&lt;br /&gt;
#Was in welcher Form in der gedruckten Fassung der Chronik veröffentlicht wird, entscheidet ausschließlich das Redaktionskollegium;&lt;br /&gt;
#Zwischenergebnisse, besonders interessante neue Erkenntnisse und andere Forschungsergebnisse werden regelmäßig auf den monatlich stattfindenden Zusammenkünften des #Vereins für Heimatgeschichte und Heimatkunde Fürstenwalde /Spree vorgestellt und diskutiert. Diese Veranstaltungen sind öffentlich und werden thematisch angekündigt; &lt;br /&gt;
#Jeder Beitrag muss als solcher erkennbar, zuordenbar und hinreichend belegt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kategorien im Fürstenwalder Stadt-Wiki =&lt;br /&gt;
*[[:Category:Dokumentationen|Dokumentationen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Schulgeschichte der Stadt|Schulgeschichte der Stadt]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Fürstenwalder Stadtforst|Fürstenwalder Stadtforst]]&lt;br /&gt;
**Geschichte der Stadtteile&lt;br /&gt;
***[[Ketschendorf]]&lt;br /&gt;
****[[:Category:Reifenwerksiedlung|Reifenwerksiedlung]]***[[Trebus]]&lt;br /&gt;
***[[Molkenberg]]&lt;br /&gt;
***[[Rauensche Ziegelei]]&lt;br /&gt;
***[[Fürstenwalde West]] (Hangelsberg)&lt;br /&gt;
**Geschichte der Wirtschaft&lt;br /&gt;
**[[:Category:Persönlichkeiten der Stadt|Persönlichkeiten der Stadt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
***[[:Category:Ehrenbürger der Stadt|Ehrenbürger der Stadt]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
***[[:Category:Frühere Ehrenbürger der Stadt|Frühere Ehrenbürger der Stadt]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Geliebte und ungeliebte Töchter und Söhne der Stadt Fürstenwalde/Spree|Geliebte und ungeliebte Töchter und Söhne der Stadt Fürstenwalde/Spree]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Persönlichkeiten, die auf die eine oder andere Art mit Fürstenwalde verbunden sind|Persönlichkeiten, die auf die eine oder andere Art mit Fürstenwalde verbunden sind]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Bürgermeister der Stadt|Bürgermeister der Stadt]]&lt;br /&gt;
***[[:Category:Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung|Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Geschichte des Heimattiergartens|Geschichte des Heimattiergartens]]&lt;br /&gt;
**Kunst-, Kultur- und Sportgeschichte&lt;br /&gt;
**[[:Category:Geschichte der Jüdischen Gemeinde|Geschichte der Jüdischen Gemeinde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Zeittafeln|Zeittafeln]]&lt;br /&gt;
*[[:Category:Stadtteile|Stadtteile]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Gebäude|Gebäude]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Sportstätten|Sportstätten]]&lt;br /&gt;
*[[:Category:Straßen|Straßen]]&lt;br /&gt;
*[[:Category:Schulen|Schulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Volksschulen/Elementarschulen|Volksschulen/Elementarschulen]]&lt;br /&gt;
**Mittelschulen Fürstenwalde&lt;br /&gt;
**[[:Category:Polytechnische Oberschulen|Polytechnische Oberschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Höhere Schulen|Höhere Schulen]]&lt;br /&gt;
**Bürgerschulen&lt;br /&gt;
**[[:Category:Grundschulen|Grundschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Oberschulen|Oberschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Berufsschulen|Berufsschulen]]&lt;br /&gt;
**[[:Category:Förderschulen|Förderschulen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Category:Personen|Personen]]&lt;br /&gt;
*Vereine&lt;br /&gt;
*Unternehmen&lt;br /&gt;
*Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier die alten Einträge, die nun neu eingeordnet werden'''&lt;br /&gt;
*Hauptkategorie übergreifende Spezialthemen mit jeweils gleicher Gliederung wie Teil 1&lt;br /&gt;
**Ost-West Handelsweg Spree [[:Kategorie:Ost-West Handelsweg Spree]]&lt;br /&gt;
**Straßenverzeichnis Fürstenwalde [[:Kategorie:Straßenverzeichnis Fürstenwalde]] ----- identisch mit der neuen Kategorie Straßen&lt;br /&gt;
**Episoden aus Fürstenwalde [[:Kategorie:Fürstenwalder Episoden]]   ------------- neue Kategorie &amp;quot;Dokumentationen&amp;quot;&lt;br /&gt;
**Allgemeine Informationen [[:Kategorie:Allgemeine Informationen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Fürstenwalder Chronik =&lt;br /&gt;
*Kapitel 1: Von der Stadtgründung bis zum Einzug der Bischöfe [[:Kategorie:1272 - 1354]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 2: Die Bischofsstadt Fürstenwalde [[:Kategorie:1354 - 1598]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 3: Vom verwüsteten Brandenburg bis zum Königreich Preußen [[:Kategorie:1598 - 1701]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 4: Die Streusandbüchse wird europäische Großmacht - und Fürstenwalde mittendrin! [[:Kategorie:1701 - 1786]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 5: Unter dem französischen Joch [[:Kategorie:1786 - 1815]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 6: Die Revolution kommt mit der Bahn [[:Kategorie:1815 - 1871]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 7: Aufstieg und Fall eines Kaiserreichs [[:Kategorie:1871 - 1918]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 8: Wie weiter nach dem Weltenbrand? 1918 - 1933 [[:Kategorie:1918 - 1933]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 9: Drama in drei Akten: Nationalsozialismus – Krieg – Sowjetische Besatzungszone [[:Kategorie:1933 - 1949]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 10: Das sozialistische Experiment [[:Kategorie:1949 - 1990]]&lt;br /&gt;
*Kapitel 11: Brüche, Umbrüche und Chancen 1990 - heute [[:Kategorie: 1990 - heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gliederung der Chronik =&lt;br /&gt;
== Teil 1 - Stadtgeschichte ==&lt;br /&gt;
*Geschichtliche Entwicklung Der Stadt&lt;br /&gt;
**Geologische Geschichte&lt;br /&gt;
**Eiszeit, Urstromtal, Lage&lt;br /&gt;
**Erste Besiedlung&lt;br /&gt;
**Stadtgründung erste Erwähnung&lt;br /&gt;
**Grenzurkunde&lt;br /&gt;
**Chronologische Abfolge nach Kapitel 1 - 11&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ToDo-Liste =&lt;br /&gt;
* Formatvorlagen für Seitenarten festlegen [[Seitenarten im Wiki]]&lt;br /&gt;
* Schulung in der Benutzung des Wikis&lt;br /&gt;
* Kennzeichnung von Quellen im Text Vorschlag: eckige Klammer gefolgt von Kapitelnummer Punkt lfd. Nummer im Kapitel. z. B. [11.1] &lt;br /&gt;
* Einräumen des Rechts Nutzer anzulegen für 1 - 2 weitere Mitglieder (Rechteerweiterung)Administrator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Projektfortschritt =&lt;br /&gt;
* Gliederung der Chronik festlegen (siehe oben)&lt;br /&gt;
* Kategorien im Wiki festlegen (siehe oben)&lt;br /&gt;
* Einrichtung eines Quellenverzeichnisses auf dem Server &lt;br /&gt;
* Einrichten des Werkzeuges &amp;quot;Hochladen von Bildern&amp;quot; auf dem Server &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur [[WikiHauptseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;strong&amp;gt;MediaWiki wurde installiert.&amp;lt;/strong&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe zur Benutzung und Konfiguration der Wiki-Software findest du im [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Help:Contents Benutzerhandbuch].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starthilfen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Configuration_settings Liste der Konfigurationsvariablen]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:FAQ MediaWiki-FAQ]&lt;br /&gt;
* [https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/mediawiki-announce Mailingliste neuer MediaWiki-Versionen]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Localisation#Translation_resources Übersetze MediaWiki für deine Sprache]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Combating_spam Erfahre, wie du Spam auf deinem Wiki bekämpfen kannst]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=456</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T08:02:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/10/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf Eine bebilderte PDF_Version gibt es hier:hier&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;:]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=455</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:42:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=454</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=454"/>
		<updated>2021-10-04T07:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=453</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:40:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=452</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:38:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|blick vom zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:37:40Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|blick vom zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=450</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=450"/>
		<updated>2021-10-04T07:37:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|blick vom zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=449</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=449"/>
		<updated>2021-10-04T07:36:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|blick vom zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=448</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:35:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|links|blick vom zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=447</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:34:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|rechts|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=446</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:32:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|rechts|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=445</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:31:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|rahmenlos|rechts|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=444</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=444"/>
		<updated>2021-10-04T07:30:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zettelberg Kartefr.jpg|rahmenlos|rechts|Lage des Zettelbergs]]&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Zettelberg_Kartefr.jpg&amp;diff=443</id>
		<title>Datei:Zettelberg Kartefr.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Zettelberg_Kartefr.jpg&amp;diff=443"/>
		<updated>2021-10-04T07:29:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Lage des Zettelbergs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=442</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=442"/>
		<updated>2021-10-04T07:27:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=441</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:26:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=440</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:26:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang ( entspricht ca. 2260 m) zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg|rahmenlos|links|Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Wiki_Torfgrabenbr%C3%BCckefr.jpg&amp;diff=439</id>
		<title>Datei:Wiki Torfgrabenbrückefr.jpg</title>
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		<updated>2021-10-04T07:25:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Torfgrabenbrücke am Küchengestell kurz vor der Mündung in die Spree&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=438</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T07:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=437</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=437"/>
		<updated>2021-10-04T06:59:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=436</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:58:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=435</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:57:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=434</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:57:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=433</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:56:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&lt;br /&gt;
1699-1700 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=432</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=432"/>
		<updated>2021-10-04T06:52:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts|Köhlerei/Teerschwele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=431</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:51:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
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[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki FW Westfr.jpg|rahmenlos|rechts|Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)]]&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Wiki_FW_Westfr.jpg&amp;diff=430</id>
		<title>Datei:Wiki FW Westfr.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Wiki_FW_Westfr.jpg&amp;diff=430"/>
		<updated>2021-10-04T06:51:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Fürstenwalde West (heute zu Hangelsberg)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=429</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=429"/>
		<updated>2021-10-04T06:49:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=428</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:49:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg|rahmenlos|links|Das Fürstenwalder Jagdschloss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Wiki_Jagdschlossfr.jpg&amp;diff=427</id>
		<title>Datei:Wiki Jagdschlossfr.jpg</title>
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		<updated>2021-10-04T06:48:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Fürstenwalder Jagdschloss&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=426</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:47:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
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		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=425</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
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		<updated>2021-10-04T06:46:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=424</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=424"/>
		<updated>2021-10-04T06:46:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Köhlereifr.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Datei:Wiki_K%C3%B6hlereifr.jpg&amp;diff=423</id>
		<title>Datei:Wiki Köhlereifr.jpg</title>
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		<updated>2021-10-04T06:46:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Köhlerei/Teerschwele&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HJW</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=422</id>
		<title>Kategorie:Fürstenwalder Stadtforst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:F%C3%BCrstenwalder_Stadtforst&amp;diff=422"/>
		<updated>2021-10-04T06:44:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Stadtforst Fürstenwalde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Stadforst Uebersicht.jpg|rahmenlos|links|die stadtforsten heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtforst Fürstenwalde befindet sich ca. 60 Kilometer östlich von Berlin und umfasst mehr als 4.700 ha Wald, wovon 90% aus Nadelhölzern und rund 10% aus Laubwald bestehen. Er liegt, wie der Name schon vermuten lässt, um die Domstadt Fürstenwalde/Spree und hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht. So hat der Name der Stadt Fürstenwalde wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald.&lt;br /&gt;
Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide (Buchte und kleine Tränke) den Kern des Stadtwaldes.&lt;br /&gt;
Zum Stadtforst Fürstenwald gehören auch zwei Naturschutzgebiete:&lt;br /&gt;
Im Revier Beerenbusch liegt das gleichnamige Naturschutzgebiet Beerenbusch. In diesem Gebiet findet man naturnahe Stieleichen-Hainbuchen sowie Erlenbruchwälder auf insgesamt 70 ha. Der Schutzzweck ist die Erhaltung dieser Stieleichen-Hainbuchenwälder in denen neben den genannten Baumarten noch eine Vielzahl von weiteren Baum- und Straucharten vorkommen.&lt;br /&gt;
Das Große Fürstenwalder Stadtluch mit naturnahen Moor- und Bruchwäldern umfasst eine Fläche von ca. 59 ha. Das Naturschutzgebiet ist auch als Flora-Fauna-Habitat Gebiet der Europäischen Union eingetragen. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Revier Kleine Tränke, dessen Schutzziel die Erhaltung der Niedermoorstandorte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki 1920 FW Grenzen Goltzfr.jpg|rahmenlos|rechts|die stadtgrenzen in der grenzbeschreibung von 1285]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt Fürstenwalde hat wohl seinen Ursprung in einer fürstlichen Stadtgründung im Wald, an den Ufern der Spree vor den Toren Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kaum darff man funffzig Schritt hin vor dem Thore gehen / So sieht man rund herumb die grossen Wälder stehn&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beschrieb der Fürstenwalder Bürgermeister Jacobus Lotichius 1679 den Stadtwald. In der Grenzurkunde von 1285 wird der Besitz der Stadt, ,,wie sie dieselbe von ihrer Gründung in alten Zeiten her besessen hat&amp;quot;, von den Markgrafen Otto und Otto dem Jüngeren bestätigt.&lt;br /&gt;
Knapp 40 Jahre später musste niemand geringeres als der Sächsische Kurfürst Rudolf von Sachsen für die Fürstenwalder und ihren Wald kämpfen. Die Große Heide, südlich der Spree, lag im Sächsischen und dort im Einflussgebiet derer von Strelen. Durch die Vermittlung des sächsischen Kurfürsten und natürlich eine Zahlung der Stadt an die Strelens blieb auch die große Heide Fürstenwalder Stadtwald. Da in diesem Besitz nur wenig geeignetes Ackerland zur Versorgung der Stadt existierte, spielte der Waldbesitz eine enorme wirtschaftliche Rolle. Schon in den frühesten Waldbeschreibungen tauchen die alten Namen der drei großen Reviere auf und noch heute bilden der Beerenbusch, die Kleine und die Große Heide den Kern des Stadtwaldes. Neben Holzwirtschaft und Jagd spielte früher auch der Honig eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Waldzeidlereifr.jpg|rahmenlos|links|Die Waldzeidlerei (Imkerei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besaß die Stadt 1589 in ihren Wäldern 187 Bienenstöcke. Die Gewinnung von Holzkohle und Teer bzw. Pech war für vielseitige Verwendungen ein weiterer Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Reaktionsdauer von ca. 3 Stunden ergab es eine Ausbeute von ca. 10% des eingesetzten Holzes als Holzteer der Rest war Holzkohle und mittelalterliche Teerschwele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1710 wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III., später Friedrich I., König von Preußen, das Jagdschloss Fürstenwalde erbaut, dem 1706 noch ein Lustgarten folgte. Es sollte als Zwischenstation für seine Reisen zu den Mustergütern in Golzow (Oderbruch) dienen. Schon bei seinen früheren Reisen machte er gern in der Stadt halt, um im Beerenbusch zu jagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fürstenwalde West ====&lt;br /&gt;
Heute ist Fürstenwalde West ein Teil des Ortes Hangelsberg und reichte ungefähr bis zum heutigen Parkplatz am „Spree-Curry“ Das große Gebäude war früher die Gaststätte „Mazurek“. Die nördliche Grenze von Fürstenwalde West ist die heutige Bahnlinie Berlin-Warschau.&lt;br /&gt;
Der Kreistag beschließt. Auf Grund der Verordnung über die Bearbeitung von Anträgen auf Änderung von Bezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen und Umbenennung von Gemeinden (Gesetzblatt Teil 1/17/55 vom 6.1.1955) bestätigt der Kreistag die Eingemeindung des Ortsteiles Fürstenwalde-West in die Gemeinde Hangelsberg. Der Beschluss tritt mit Wirkung vom 28. Juni 1956 in Kraft.&lt;br /&gt;
(Quelle: 28. Juni 1956 Beschluss Nr. 10/56: LOS-Kreisarchiv FIS-N 186)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleuse und Wehr Große Tränke, Spree-Oder-Wasserstraße (km 68,75 und km 69,05) ====&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1887 erfolgte bei Große Tränke die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Die Schleuse Große Tränke mit einer nutzbaren Länge von 55,00 m sollte bei starker Wasserführung der Spree Schleppschifffahrt auf der Strecke Wernsdorf-Große Tränke ermöglichen. &lt;br /&gt;
Das in der Müggelspree errichtete Wehr diente dazu, bei niedrigem Spreewasser die Strecke Große Tränke-Fürstenwalde schiffbar zu halten.&lt;br /&gt;
1904 entstand unmittelbar neben der Schleuse eine zweite. Diese hatte einen weiteren Anstieg von Schiffen zur Folge. 1929 wurden die Stemmtore im Unterhaupt der Südschleuse durch ein Hubtor ersetzt; die nutzbare Länge betrug nun 67,50 m. Seit den 1950er Jahren war der Betrieb der Anlage eingestellt. Obwohl der Wasserstand ausgeglichen und die Schleusentore ganzjährig geöffnet waren, mussten die Schiffe durch die nur 9,60 m breite Nordkammer navigieren. Zur Erleichterung der Schifffahrt wurden 2004 die längste überflüssige Schleusenanlage und die desolate Schleusenbrücke zurückgebaut.&lt;br /&gt;
Eine neue Brücke überspannt nun ohne störende Pfeiler die 40 m breite Öffnung für die Schifffahrt. Im Dezember 1997 wurden ein neues Wehr mit drei Wehrfeldern und die Bootsschleppe für muskelbetriebene Sportboote in Betrieb genommen. Zur Ermöglichung von Fischwanderungen zu Laich- und Nahrungsplätzen errichtete der Wasser- und Landschaftspflegeverband &amp;quot;Unterer Spree&amp;quot; umläufig zum Wehr einen Fischpass.&lt;br /&gt;
Nutzbare Abmessungen vor dem Rückbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordkammer L x B:              59,40m x 9,60m&lt;br /&gt;
Südkammer L x B:                67,50m x 8,53m&lt;br /&gt;
Hubhöhe:                               0 – 1,35m (vom Hochwasser der Spree abhängig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oder-Spree-Kanal Geschichtsdaten kompakt ====&lt;br /&gt;
1886 Preußische Regierung stellt 12,6 Mio. Reichsmark für den Bau des Oder-Spree-Kanals bereit&lt;br /&gt;
18.10.1887 Grundsteinlegung für den Bau des Kanals bei der Großen Tränke&lt;br /&gt;
1889 Ausschreibung für Entwürfe eines neuen Schiffstyps für Oder und Oder-Spree-Kanal („Breslauer Maßkahns“)&lt;br /&gt;
1. Mai 1891 Eröffnung des Oder-Spree-Kanals mit Einkammer-Schleusen (55,0 m x 8,50 m) in Wernsdorf, Große Tränke, Fürstenwalde (65,0m x 8,50m), Kersdorf und einer dreistufigen Schleusentreppe in Fürstenberg (Oder)&lt;br /&gt;
1892 Bau eines Pumpwerkes in Neuhaus zur Versorgung des Kanals mit Spreewasser&lt;br /&gt;
1895 - 97 Erste Verbreiterung des Oder-Spree-Kanals&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen und Modernisierungen erfolgten bis 2016 &lt;br /&gt;
(https://www.oder-spree-kanal.de/buch.html)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stadtluch, Torfgraben und Torfgrabenbrücke ====&lt;br /&gt;
Zur Torfgewinnung im Stadtluch schreibt Dr. Goltz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine neue Hülfsquelle, den Bedarf der Commune herbeizuschaffen, und das nöthige Capital zur Abtragung der Schulden zu erlangen, scheint sich dadurch geöffnet zu haben, daß die Commune den Entschluß faßte, das 278 Morgen große Torfluch in der großen Heide durch einen bedeutenden Abzugsgraben trocken legen zu laffen, und es steht zu hoffen, daß diese Operation den gewünschten Erfolg haben werde.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Jahre 1760 brachte das königl. Generaldirectorium die Beförderung des Torfstiches in Erinnerung, und es wurden von sämmtlichen Gegenden, wo sich Torf befand, Nachrichten eingezogen. Unter den angegebenen Orten wurde auch Fürstenwalde genannt, und man hatte dabei das große Stadtluch bei Braunsdorf im Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Jahre 1804 ist versucht worden, das angeführte Luch zu entwässern, und find deshalb 1900 Rthlr. nutzlos zu den Vorarbeiten verwandt, da der gefertigte Graben seinem Zwecke nicht entsprach, und später fast ganz einging, als der eintretende Krieg diese Arbeit in den Hintergrund stellte. Der jetzige Entwässerungsplan ist von einem königl. Baubedienten gefertigt, und inclusive der beiden über den Canal zu führenden Brücken auf 3600 Rthlr. veranschlagt.&lt;br /&gt;
Der Canal ist 600 Ruthen lang zwischen 12 und 14 Fuß tief und wird gleich so eingerichtet, daß der gewonnene Torf auf ihm verschifft werden kann, wodurch es hoffentlich möglich werden wird, einen ziemlich bedeutenden Absatz zu erlangen, da die Transportkosten gegen alle übrige in einem Umkreise von mehreren Meilen belegenen Torfstiche nur sehr unbedeutend sein werden, und das Material, wenn auch nicht von bester, doch von mittelmäßiger Qualität ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Baus des Oder-Spree-Kanals 1887und dem Beginn der Förderung von Braunkohle 1842 in den Rauener Bergen wurde im Stadtluch zwischen Braunsdorf und Markgrafpieske Torf gewonnen, teilweise noch parallel.&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals wurde jedoch der Torfgraben zwischen Luch und Spree vom Kanal durchschnitten und durch Kanalaushub teilweise zugeschüttet.&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert entdeckte man in den Rauenschen Bergen mehrere Braunkohlelagerstätten. Nach genaueren Erkundungen im Jahre 1829 im Schlangengrund und am Teufelssee begann der Abbau im Jahr 1842. &lt;br /&gt;
Reste des Torfgrabens und der nördlichen Torfgrabenbrücke kann man heute noch sehen. Sie befinden sich zwischen dem Küchengestell und dem Heugestell, etwa dort, wo der Torfgraben in die Spree mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zettelberg, Herrentisch und Buchte ====&lt;br /&gt;
Zum Anfang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (ca. 1609 – 1670) wurde durch kaveln um die Nutzung der Wiesen per Losverfahren entschieden.&lt;br /&gt;
(kavel - aus dem Niederländischen bzw. Plattdeutschen = Ackerstück, Parzelle, Los)&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der Zettelberg auf der südlichen Spreeseite heute etwa gegenüber der Straße „An der Priesterwiese“ in ehemals Fürstenwalde West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Goltz schreibt dazu in seiner Chronik:&lt;br /&gt;
„Wir wenden uns zu den Wiesen, welche zur Stadt Fürstenwalde gehören. &lt;br /&gt;
Kein Mangel ist bei uns an stolzen Wiesen-Feldern, die mit Vergnügung wir sehn bei und in den Wäldern. Die Wiesen erstrecken sich auf viele Meilen; und die Heukavelung ist ein Bürgerfest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Blick vom Zettelberg dürfte der Goltzschen Schilderung nicht mehr entsprechen. Zur Zeit Lotichius‘ wird noch kein Wald den weiten Blick über die Wiesen und über die etwas südwestlich des Zettelberges befindlichen Menschenmenge verstellt haben. Wenn man aber mit der Schilderung im Hinterkopf auf dem Zettelberg steht, kann man es sich sehr gut vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki Blick vom Zettelberg-1fr.jpg|mini|Blick vom Zettelberg heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kaveln gingen Honoratioren und Ratsherren ein Stück in Richtung Kirchhofen uber die Wiesen, um sich am „Herrentisch“ zu einem zünftigen Ess- und Trinkgelage einzufinden.&lt;br /&gt;
Hier wurde aufgetischt und die Verteilung der Wiesenflächen gebührend begangen. Dass sich Leute versuchten, in „bessere Kreise einzuschleichen“, ist, wie Lotichius und Gotz schreiben, offensichtlich kein neues Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser poetischer Führer schildert uns diese Wiesenfeier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Heues wird, Gott Lob, so viel nur wird begehrt:&lt;br /&gt;
Der Wiesen Nutzen ist viel tausend Krohnen wehrt.&lt;br /&gt;
Mit den muß keiner nicht, wie ihm es gut dünkt, walten;&lt;br /&gt;
Der Rath stellt Ordnung an, wie man sich sol verhalten:&lt;br /&gt;
Ein jeder laufft früh aus dort hin, da ihm bekant&lt;br /&gt;
Der allgemeine Ort, der Zettel-Berg genant.&lt;br /&gt;
Wann nun die Bürgerei sich dort hat eingestellet, .&lt;br /&gt;
Wird umb die Grafung fort ein gleiches Loß gefället,&lt;br /&gt;
Die Zetteln hebt man aus (das Loß wird so beliebt!)&lt;br /&gt;
Ein jeder kriegt das Stück, welchs ihm sein Name giebt.&lt;br /&gt;
Dann jeder Zettel, der hält seinen eignen Namen;&lt;br /&gt;
Das Graß ist eingetheilt, mit Numern allzusammen:&lt;br /&gt;
Auff welchen Numer des und dessen Name fällt,&lt;br /&gt;
Da ist das eigen Graß, daß der und der behält.&lt;br /&gt;
Drauff fährt der Rath nun fort bei einer Meilen weiter,&lt;br /&gt;
Schaut, was der Koch geschafft, der Küchen-Zubereiter,&lt;br /&gt;
Bey dem vor Alters so genannten Herren Tisch,&lt;br /&gt;
Allda wird auffgesetzt, Brodt, Bier, Wein, Fleisch und Fisch&lt;br /&gt;
Nach essen hat man frei, frisch zum Confect zu greiffen,&lt;br /&gt;
Darbei sind vorgelegt zwar Pfeiffen, doch nicht Pfeiffen,&lt;br /&gt;
Nur die, so tat des Thons versetzen guten Rauch, -&lt;br /&gt;
und geben für den Schall den Wolcken-dicken Schmauch.&lt;br /&gt;
und dieses Wiesen-Mahl ist wenigen nur zu Ehren;&lt;br /&gt;
Doch dringen sich itzt ein, die nicht darzu gehören:&lt;br /&gt;
Ihr Mißbrauch ist so weit und tieff gerissen ein,&lt;br /&gt;
Daß er kaum ohne Streit wird abzuschaffen sein.&lt;br /&gt;
Ich lobe noch den Brauch der abgelebten Alten,&lt;br /&gt;
Die kunten Gasterey bei ringer Einkunft halten:&lt;br /&gt;
So weit das Lösegeld nur wolt erstrecken sich,&lt;br /&gt;
Da wurden von tractirt, Sie, Dieser, Der und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gestelle Küchengestell und Heugestell dürften die ältesten Wege sein. Das Küchengestell läuft in etwa immer parallel zur Spree auf der südlichen Seite und ist noch nicht so schnurgerade, wie die späteren Gestelle, die hauptsächlich auch die Aufgabe hatten, die Forsten in möglichst gleichmäßige „Jagen“ zu teilen und den möglichst leichten Zugang - hauptsächlich aber den Abtransport des eingeschlagenen Holzes und des Wildes zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
Das Küchengestell könnte seinen Namen von der Tatsache haben, dass für das von Goltz geschilderte Gelage notwendigen Speisen und Getränke über dieses zum Herrentisch transportiert worden sind. Der Herrentisch ist auch heute noch vorhanden Er befindet sich auf der südlichen Seite der Spreebrücke Mönchwinkel, dort wo heute immer noch der Grillplatz ist. Auch den Standort des Forsthauses „Buchte“ kann man immer noch erahnen, wenn man von diesem Herrentisch ein Stück auf der südlichen Spreeseite in Richtung Osten geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goltz schreibt zur „Buchte“:&lt;br /&gt;
27. Wir kommen nun zur Buchte, einem Hütungsplatze, wo Kühe und Kälber weiden, besehen die drei Schäfereien, deren eine dem churfürstlichen Amte, die andere und älteste dem Rath, und die dritte dem Richter Caspar Cratz gehören“&lt;br /&gt;
(Diplomatische Chronik der ehemaligen Residenzstadt der Lebusischen Bischöfe Fürstenwalde, von ihrer Erbauung bis auf die gegenwärtige Zeit,&lt;br /&gt;
mit 14 lithographierten Blättern&lt;br /&gt;
Von Dr. G. F. G. G o l tz, Archidiaconus am Dom St. Marien zu Fürstenwalde.&lt;br /&gt;
Fürstenwalde, 1837.&lt;br /&gt;
Gedruckt auf Kosten der Commune daselbst.&lt;br /&gt;
In Commission der Enslin'schen Buchhandlung - Ferdinand Müller zu Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heugestell diente mit großer Wahrscheinlichkeit dem Transport des Heus von den gekavelten Wiesen in die Scheunen der Fürstenwalder Bürger.&lt;br /&gt;
Alle anderen Wege und Gestelle dürften erst deutlich später angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
Die heutige Beschilderung von Zettelberggestell, Heugestell, Küchengestell, Torfgraben und andere, verdanken wir unserem Stadtforstdirektor Thomas Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Die Schilderung der Kavelung und des Gelages am Herrentisch hat Goltz aus der Chronik des ehemaligen Bürgermeisters und Chronisten der Stadt Fürstenwalde - Jakobus Lotichius übernommen. Lotichius lebte von 1617 bis 1691 und war von 1662 bis 1685 Bürgermeister Fürstenwaldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Stadt Fürstenwalde mit allen ihren zugehörigen Stücken in gebundener Rede oder poetisch beschrieben von Jakob Lotich“&lt;br /&gt;
Seine „Reim-Chronik“ enthält zwei Teile:&lt;br /&gt;
1.	Die natürliche Anordnung der Stadt.&lt;br /&gt;
2.	Die Stadt selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bebilderte PDF-Version gibt es [https://heimatgeschichte-fuerstenwalde.de/wp-content/uploads/2021/09/Fuerstenwalder-Stadtforst_Optimize.pdf hier]:&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2021-10-04T06:44:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HJW: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Waldzeidlerei&lt;/div&gt;</summary>
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