Geschichte Molkenberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Das ehemalige Landgut gehörte ursprünglich zu dem Fürstenwalder Domänen – oder Amtsvorwerk, das unterhalb der [[Weinberge]] in der Gegend der früheren „hinteren“ [[Durinsche Töpferei|Durinschen Töpferei]] lag.
 
Das ehemalige Landgut gehörte ursprünglich zu dem Fürstenwalder Domänen – oder Amtsvorwerk, das unterhalb der [[Weinberge]] in der Gegend der früheren „hinteren“ [[Durinsche Töpferei|Durinschen Töpferei]] lag.

Aktuelle Version vom 4. Oktober 2020, 19:40 Uhr

(Stand 26.6.19)

Das ehemalige Landgut gehörte ursprünglich zu dem Fürstenwalder Domänen – oder Amtsvorwerk, das unterhalb der Weinberge in der Gegend der früheren „hinteren“ Durinschen Töpferei lag.


1822 Wurden etwa 10 Morgen schlechten Ackers zum Bauplatz „bei dem Molkenberge“ ausgesondert, um für die hier etwas abgelegenen Ländereien eigene Wirtschaftsgebäude zu errichten.

1823 Auflösung des Amtsvorwerkes – Übernahme der Ländereien durch die Stadt Fürstenwalde

1841 Durch Beschluss der Stadtverordneten, steht das ehemalige Amtsvorwerk zum Verkauf

1846 Kauf des Vorwerks durch Premierleutnant a.D. Wilhelm Ernst Rudollf von Schönfeld

1854 Das Landgut erhält die offizielle Bezeichnung „Molkenberg“

1857 Verkauf des Landgutes an den Rentier Friedrich Wilhelm Hinrichr aus Rostock

1860 Erneuter Verkauf an den Gutsbesitzer Karl Heinrich Ritsch aus Gölsdorf

1864 Zählt Molkenberg 6 Wohngebäude und 70 Einwohner

1885 Wurden das Schloss und einige Stallungen neu gebaut

1886 Übernahm der Rittergutsbesitzer Paul August Josef Ciecierski zu Kamsorge Molkenberg

1907 Wird der Kaufmann Hermann Frenzel aus Berlin neuer Besitzer von Molkenberg

1909 Hermann Frenzel verkauft eine Parzelle von 84a 30 m² zur Anlegung der Schrebergärten an den Fürstenwalder Naturheilverein

1910 Durch Beschluss des Bezirksausschusses wurde dem Gutsbezirk Molkenberg eine Fläche am Störitzluch aus dem Stadtbezirk zugelegt; dagegen durch den gleichen Beschluss, die vom Stadtgebiet umschlossenen Gebietsteile von Molkenberg unterhalb der Weinberge nach Fürstenwalde zugeteilt.

1911 Ging Molkenberg über an Siegfried von Bonin, Kammerherr von Botschow und dessen Schwiegersohn Kurt von Rosenberg. Es umfasste damals etwa 500 Hektar.

1919 Verkaufte die verwitwete Frau Luise von Rosenberg (ihr Mann war im Weltkrieg gefallen) das Gut mit sämtlichen Zubehör an den Fabrikbesitzer Gustav Cyliax in Berlin. Dieser lenkte sein Augenmerk besonders auf die Haltung und Nachzucht von Milchkühen für seine Schokoladenfabrik in Berlin.

1928 Wurde das Gutsbezirk Molkenberg aufgehoben und das Gelände von etwa 2000 Morgen nach Fürstenwalde eingemeindet.

1932 Wurde das Gut von Gustav Cyliax an die "Bauernsiedlungsgesellschaft der Vereinigung der deutschen christlichen Bauernvereine mbH" in Berlin veräußert. Dabei wurde das Gelände von 480 Hektar in 40 Siedlerstellen mit 30 bis 50 Morgen aufgeteilt. 25 Stellen wurden unter Benutzung der vorhandenen Gebäude errichtet und 15 Siedler erhielten neue Gebäude.

1934 Wurde das Gutshaus zu einem Reichsarbeiterlager für die weibliche Jugend umgewandelt.

1935 Standen 38 Wohnhäuser, davon 20 Zweifamilienhäuser. Die auf dem Gut vorhandenen gewerblichen Anlagen: Brennerei, Molkerei, Mühle, Saatreinigungsanlage u.a. wurden gemeinsam genutzt.