Zeittafel Fürstenwalde 1740 – 1815

Friedrich der Große, Binnenkolonisation, Befreiungskriege

1740
1740

Erster und zweiter Schlesischer Krieg

(1740-1745) Österreich tritt Schlesien an Preußen ab. (Breslauer Frieden)
1746
1746

Das Oderbruch wird urbar gemacht.

Beginn des Kartoffelanbaus auf Feldern des Königs. Das Oderbruch wird urbar gemacht.

1748
1748

Zeit der Binnenkolonisation

(1748-1775) Es entstehen die Amtskolonie, die Weberhäuser und die Kämmereidörfer Kirchhofen, Braunsdorf und das Vorwerk Rauener Hammelstall (heute im Stadtteil Südwest, früher Rauensche Ziegelei).

1756
1756

Dritter Schlesischer Krieg

(1756-1763 – Siebenjähriger Krieg). Endet mit dem Frieden zu Hubertusburg

1759
1759

Friedrich der Große in Fürstenwalde

Nach der verlorenen Schlacht bei Kunersdorf (Kunowice) schlägt Friedrich der Große ein Lager für ca. 2 Wochen in Fürstenwalde und Umgebung auf.

1766
1766

Der Dom brennt

Der Dom brennt

1766

Durch Blitzeinschlag brennt der Dom aus. Wiederaufbau 1771 abgeschlossen.

Der Turm behält das Portal des Vorgängers. Dieses Portal ist noch heute dort vorhanden.

1775
1775

Kunstpfeiffergasse brennt

Fast die gesamte Straße brennt nieder

1778
1778
1786
1786

Regierungsantritt König Friedrich Wilhelm

(Neffe Friedrich des Großen). Recht willen-, energie- und geschicklos hinterlässt er ein politisch isoliertes und auch zerrüttetes Preußen. Er stirbt am 16.11.1797.

1794
1794

Preußisches Allgemeines Landrecht tritt in Kraft

Hat bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches am 01.01.1900 weitgehend Gültigkeit.

1794

Einmarsch französischer Revolutionstruppen

brachte den völligen Umbruch aller Lebensverhältnisse und zunächst auch einen tiefen Absturz der Tuchmacherei. Beschlagnahme von Fertigware, Verlust immenser Außenstände, Exportverbote in bisherige Märkte und wertloses Papiergeld trieben Firmen in den Ruin.

1796
1796

Aufruhr von 60 Fürstenwalder Handwerksgesellen

Sie richten sich gegen die Willkür der in der Stadt liegenden Husaren

1801
1801

dreihundert Taler für eine öffentliche Straßenbeleuchtung

… die aber dann doch nicht gebaut wurde. Noch mussten in Fürstenwalde die Nachtschwärmer eine Laterne mitnehmen, wenn sie etwas Licht auf der Straße haben wollten.

Der in eine Fürstenwalder Scharfrichterei eingeheiratete sächsische Scharfrichter Carl Christian Ackermann stiftete deshalb 1801 dreihundert Taler für eine öffentliche Straßenbeleuchtung. Den Stadtvätern war das wohl zu modern und so verwendeten sie nach dem Tode Ackermans 1804 die Stiftung für die Städtischen Schulen.

Erst 1832 wurde dann die erste Straßenbeleuchtung Fürstenwaldes eingeführt. Sie bestand aus 17 an über die Straße gespannten Seilen hängenden Öllampen, die alle einzeln gefüllt und angezündet werden mussten.
Erst durch die Eröffnung der Städtischen Gasanstalt 1858 konnten die Straßenlampen an ein Gasnetz angeschlossen und zentral betrieben werden.

1806
1806

Napoleonische Besetzung

von 1806 bis 1813

1806

Befreiungskriege

Sieg der Verbündeten über Napoleon in der Schlacht bei Leipzig (18.10.1813)

1813
1813

Fürstenwalde wird befreit

Gölsdorf Befreiungsdenkmal

Russische Truppen unter General v. Benckendorff befreien Fürstenwalde von Napoleonischer Fremdherrschaft.

Zeitzeuge ist das Gedenkstein an der Straße von Gölsdorf nach Eggersdorf. Dieses Denkmal wurde einem namenlosen tapferen russischen Offizier gewidmet, der hier am 22.Februar 1813 in einem Gefecht gegen die napoleonische Fremdherrschaft gefallen war. Preußische Waffenbrüder setzten ihm dieses Denkmal.

Kosaken des Generals von Beckendorf griffen ein italienisches Regiment an und verfolgten es über Tempelberg nach Arensdorf. Die Verluste des Feindes waren groß und lagen etwa bei 20 Offizieren, mehreren 100 Soldaten und einer großen Menge Pferde.

1815
1815

Endgültiger Sieg über Napoleon

Schlacht bei Waterloo / Belle Alliance.
Wiener Kongress